Grüne: 100% ORF-Gebühr nur bei 100 % Leistung für Menschen mit Behinderungen

Jarmer: Gehörlose, blinde, hör- und sehbehinderte Menschen müssen vollen Zugang zu ORF-Angeboten bekommen

Teletext im ORF
BIZEPS

„Gehörlose und hochgradig hörbehinderte Menschen zahlen in Österreich die volle GIS-Gebühr , bekommen dafür jedoch nur ca. ca. 30 % Leistung in Form von Untertitelung“, kritisiert die Grüne Behindertensprecherin Helene Jarmer, anlässlich der heutigen ORF-Enquete.

Ebenso geht es blinden und sehbehinderten Menschen in Österreich: Auch sie zahlen 100 % GIS-Gebühr, obwohl das Angebot an Hörfilmen und Audiodeskription bescheiden ist. Im Gegensatz zu Hörbehinderten, denen laut ORF-Gesetz ‚das Verfolgen der Sendungen erleichtert‘ werden soll, sind Blinde und Sehbehinderte nicht einmal im ORF-Gesetz erwähnt.

Österreich verstößt damit gegen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, insbesondere gegen den Artikel 21- Recht der freien Meinungsäußerung und Zugang zu Informationen. Dabei hat sich Österreich durch die Ratifizierung der Konvention verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass „Menschen mit Behinderungen für die Allgemeinheit bestimmte Informationen rechtzeitig und ohne zusätzliche Kosten in zugänglichen Formaten und Technologien, die für unterschiedliche Arten der Behinderungen geeignet sind, zur Verfügung gestellt werden.“

„Der Zugang zu den Programmen des ORF für Menschen mit Behinderungen ist jährlich um 15 % zu steigern“ fordert Jarmer. „Bis zu einem vollen Ausbau ist die Gebühr an die tatsächliche Leistung anzupassen, die Differenz hat der Bund zu tragen“, fordert Jarmer.

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0 Kommentare

  • Herr oder Frau Anonym, es ist schon irgendwie komisch, dass sie sich nicht herzuzeigen, also ihren namen nennen wollen. Ist ein Teil dessen was ich meinte. Mir ist es völlig wurscht was Frau Jarmer gemeint hat, für mich zählt, was sie gesagt hat. Übrigens, gewisse Seiten vom ÖGLB wurden in den letzen Wochen verändert oder gelöscht. Das ist nicht meine Behauptung, das hat mir ein/e InsiderIn zugetragen. Mir wäre es nicht mehr aufgefallen, weil ich mir diese Hompage nicht mehr so genau anschaue. Bitte schön bei der Wahrheit bleiben, da vergeben auch Sie sich nichts!!

  • Nicht über den ORF streiten, der ist das nicht wert. Nachfolge für die ORF-Anstalt und ihre Funktionäre regeln, das wäre wichtig.

  • Und wieder befetzen sie sich, die GRRR-Rollis und die GEEE-Bärdler…

  • @haidlmayr

    Bitte zeigen Sie die konkreten Stellen auf der Website des http://www.oeglb.at, wo der Gehörlosenbund das fordert, wie Sie behaupten. Dann wären die Fakten auf dem Tisch!

    „100% Gebühr und 100 % Leistung“: War das nicht eher so formuliert, dass es um „100% Gebühr FÜR 100% Leistung“ gemeint war? (auch hier wäre es angebracht, Fakten zu bringen)

    „Wir gehörlosen Menschen haben mit „Behinderten“ nichts zu tun, so Jarmer.“ Haben Sie Jarmer schon gefragt, ob das wirklich so gemeint war? Ich glaube, die Antwort wäre dann wirklich relevant. Denn es könnte sein, dass der Zusammenhang verknappt dargestellt wurde, der nicht so gemeint war. Fakten würden hier wirklich Klarheit schaffen.

  • Als ich noch Abgeordnete war forderte Jarmer keinesfalls die Senkung der ORF Gebühr, sondern 100% Gebühr und 100 % Leistung. Jetzt hat sie eben ihre Meinung geändert, das kennen wir eh schon. Als ich noch Abgeordnete war gab mir Jarmer zu verstehen, dass sie es strickt verbiete, gehörlose Menschen als Menschen mit Behinderungen zu benennen. Wir gehörlose Menschen sind nicht behindert, sondern eine sprachliche Minderheit, gab mir Jarmer schriftlich zu verstehen. Übrigens, das stand auch auf den Internet Seiten des ÖGLB.
    Wir gehörlosen Menschen haben mit „Behinderten“ nichts zu tun, so Jarmer. Heute hab ich tatsächlich gelesen, dass sie Behindertensprecherin der Grünen sein möchte, obwohl sie es bis vor kurzem verweigert hat, sich zur Gruppe der Menschen mit Behinderungen einreihen zu lassen. Ja, so ist es eben. Nicht zur Gruppe der Menschen mit Behinderungen gehören, aber für diese Gruppe Sprecherin sein zu wollen, das ist ihre neue „Ansage“. Glaubwürdigkeit ist eine konstante Haltung und nicht biegsam wie ein Gartenschlauch oder ein Rad, das sich nach dem Wind dreht!

  • Ich kann nur für die Blinden und Sehbehinderten Menschen schreiben,das es wirklich vom ORF schwach ist für die Behinderten Menschen nichts getan wird .Aber es gibt ja einen ÖBSV Präsidenten Mag.Jur Gerhard Hölllerer der für die Gesetzeslage sich mehr Einsetzen kann.Man darf sich halt nicht untergriegen lassen und den ORF mehr auf die Füße steigen.Und an alle Behindertenorganisatoren,es müssen alle an einem Strang ziehen und miteinander sprechen,dann kann man mehr erreichen.