Haidlmayr zu Talent: ÖBB handelt gegen die Interessen von Menschen mit Behinderung

Grüne fordern: Stadt Wien muss neue Talent-Triebzüge barrierefrei gestalten

Theresia Haidlmayr
GRÜNE

„Mit Pomp und Trara werden heute gegen die Interessen der Menschen mit Behinderungen die nur teilweise brauchbaren Talent-Triebzüge in Betrieb genommen“, kritisiert die Behindertensprecherin der Grünen, Theresia Haidlmayr.

Die österreichische Behindertenbewegung macht seit Jahren darauf aufmerksam, dass die Talent-Triebzüge weder barrierefrei berollbar, noch die Toiletten für RollstuhlfahrerInnen benutzbar sind. Die Toiletten sind so klein, dass die Tür offen bleiben muss und Menschen mit Behinderung de-facto „im Freien“ sitzen müssen.

„Obwohl diese Probleme der ÖBB bekannt sind, ignoriert sie diese schlicht und einfach. Es gibt daher nichts zu feiern, solange die Talent-Triebzüge nicht barrierefrei beroll- und benutzbar sind“, so Haidlmayr weiter.

„Auch die Stadt Wien hat von den Problemen gewusst und trotzdem diese sündteuren Garnituren angekauft. Jetzt ist sie gefordert, diese barrierefrei zu gestalten. Und das nicht irgendwann, sondern unverzüglich“, fordert Haidlmayr.

„Die ÖBB tut gut daran, wenn sie endlich die Interessen der mobilitätsbeeinträchtigten Menschen ernst nimmt und umsetzt. Ein öffentlicher Verkehr muss für alle da sein“.

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0 Kommentare

  • @Gudrun Kordan – Sie sind uninformiert – Theresia Haydlmayr hat diesbezüglich 100%ig recht. Millionen wurden zum „Fenster rausgeschmissen“ – Es ist nur einigen engagierten ÖBB-lern zu verdanken, dass das Chaos bezüglich „Barrierefreiheit“ nicht größer ist bzw. wird.

  • Die Triebzüge der Talent-Reihe waren eben nicht „sündteuer“. Das Problem der Finanzierung war schlicht ausschlaggebend. Ansonsten wär’s tatsächlich sündteuer geworden. Die ÖBB stehen unter enormem finanziellen Druck seitens der Politik. Der Fahrgast bekommt genau das, was die Steuerzahler zu bezahlen bereit sind.