Hamburger Sparkasse bedauert Ausnahmefall

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) bedauert den "Ausnahmefall" der Diskriminierung eines behinderten Kunden. Auf Anfrage von kobinet gab Pressesprecherin Stefanie von Carlsburg eine entsprechende Stellungnahme ab.

Haspa - Hamburger Sparkasse
LinksmanJD / Flickr

Die Leiterin der Unternehmenskommunikation kündigte an, dass die Haspa ihre Mitarbeiter im Umgang mit behinderten Menschen noch mehr sensibilisieren wolle und darum Kontakt zu Autonom Leben Hamburg aufgenommen habe.

Dieser Ausnahmefall tut uns und der betroffenen Kollegin sehr leid und entspricht selbstverständlich nicht unserem Verständnis von Kundenservice. Wir haben uns deshalb bereits kurz nach seinem Filialbesuch bei unserem Kunden persönlich entschuldigt und zwei längere Gespräche mit ihm geführt. Er hat uns darin mitgeteilt, dass er weiterhin bei der Haspa betreut werden möchte. Außerdem haben wir Kontakt zum Verband Autonom Leben Hamburg aufgenommen, um zu prüfen, ob es dort ggf. weitere Empfehlungen gibt, die wir nutzen können, um unsere Mitarbeiter im Umgang mit behinderten Menschen noch mehr zu sensibilisieren. Wenn es hier zu nächsten Schritten kommt, informieren wir Sie gern darüber. Sie sehen, wir nehmen das Thema ernst – so bietet die Haspa z.B. bereits seit langem eine Beratung für gehörgeschädigte Menschen an und unterstützt regelmäßig Institutionen, die sich für behinderte Menschen einsetzen“, so die Stellungnahme der Haspa-Sprecherin.

Gerlef Gleiss von Autonom Leben Hamburg hatte in seinem Blog die „unglaublichen Vorkommnisse“ in Zeiten der UN-Behindertenrechtskonvention öffentlich gemacht und im kobinet-Interview am 17.8.12 seiner Hoffnung Ausdruck gegeben, „dass der betroffene Rollstuhlfahrer angemessen entschädigt wird“.

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0 Kommentare

  • … genau wie Thomas Stix sehe ich das auch! Es kann also bei der Haspa nur noch besser werden.

  • „unterstützt regelmäßig Institutionen, die sich für behinderte Menschen einsetzen“…. Das ist ja so zum Kotzen. Behinderte Kunden behandeln wie das Letzte und dann ein paar EURO an Organisationen a la Licht ins Dunkel überweisen um (sich) zu beweisen, dass man gut ist.
    Dieser Vorfall in Hamburg ist auch deswegen so traurig, weil er ein Abbild des Umgangs der Gesellschaft mit dem Thema Behinderung allgemein ist.