Heimkinder gehen auf die Straße

Kundgebung und parlamentarische Petition gegen Missbrauch und Gewalt in Österreich

Ortschild mit Aufdruck Wien
BilderBox.com

Am 18. Dezember 2012 veranstaltet eine Initiative von Opfern von Gewalt in österreichischen Fürsorge-Erziehungsheimen eine Gedenkkundgebung in Wien. (Kurier-Bericht)

Heimkinder wurden in den vergangenen Jahrzehnten in Österreich sexuell missbraucht, unter Druck gesetzt, gedemütigt, schwer gezüchtigt, zu schweren Arbeiten herangezogen, ohne Geld erhalten zu haben, um ihre Bildungsmöglichkeiten betrogen, ihrer Pensionsanteile beraubt, als ungewollte Menschen zweiter Klasse behandelt und für Humanversuche benutzt.

Die Initiative argumentiert, dass zurzeit in Österreich über 11.000 Kinder in Heimen leben, von denen nach wie vor nicht alle ein Hort der guten und fürsorglichen Erziehung sind.

Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, haben die Opfer der Fürsorgeerziehung einen Forderungskatalog ausgearbeitet: Neben lückenloser Aufklärung und Aufarbeitung durch eine einzige unabhängige Kommission mit Einbindung Betroffener fordert man ganz konkrete gesetzliche Änderungen von der Politik.

Kundgebung am 18. Dezember um 15 Uhr

Die Wiener Kundgebung beginnt am 18. Dezember um 15 Uhr am Stephansplatz und bewegt sich in Richtung Parlament, wo eine Abschlusskundgebung stattfinden wird. (siehe Presseaussendung)

Die Bürgerinitiative sammelt auch Unterstützungserklärungen für eine Petition an das Parlament für die Wiedergutmachung des Unrechts in der Fürsorge- und Heimerziehung. (siehe auch)

Bürgerinitiative fordert

  • Schuldeingeständnis und Entschuldigung auf Augenhöhe durch jene Personen, die heute für die Organisationen verantwortlich sind, die in der Vergangenheit Heime betrieben haben, in denen Kinder gedemütigt und missbraucht wurden
  • Wirklichkeitsannähernde Wiedergutmachung
  • Verzicht auf die Einrede der Verjährung, wenn Opfer Schadenersatzansprüche geltend machen
  • Abschaffung der zivilrechtlichen und strafrechtlichen Verjährungsfristen im Fall von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen
  • Opferpensionen
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0 Kommentare

  • Danke, liebe Katharina, dass Du mitgemacht hast. Und Bernadette fürs liebe Geleit…

    Die andern warn halt missing in action…

  • @Huber Eva Vollinhaltliche Zustimmung, deshalb werde ich dort auch vertreten sein. Bin schon gespannt, wieviele Journalisten den Mut haben zur Berichterstattung auch von dieser Veranstaltung. Vielleicht hocken ja schon irgendwelche in den sprichwörtlichen Startlöchern mit dem Fingerl am Anzeigemodus für manipulative Berichterstattung beim Presserat. Hat sichtlich sehr gut funktioniert in der Vergangenheit, dieses Prinzip.

  • Es ist einfach Pflicht am 18.Dezember dabei zu sein.Wer diese Demütigungen und Schikanen (gelinde ausgedrückt) mitmachte kann nicht anders.