Henry Wanyoike – sein Lauf ins Licht

Der blinde Langstreckenläufer Henry Wanyoike aus Kenia hat bei den morgen in Athen zu Ende gehenden Paralympics zwei Goldmedaillen in neuer Weltrekordzeit erkämpft.

Wanyoike und Buchleiter beim Training
Licht für die Welt

Darüber freuen sich seine Landsleute und viele Fans in Österreich, zumal Marathon-Mann Michael Buchleiter bei dem Sieg über 5.000 Meter Führungsläufer war. Über 10.000 Meter wurde Wanyoike von seinem kenianischen Freund Joseph begleitet.

Der 1974 in in Kikuyu geborene Leichtathlet wurde in einem Projekt der Christoffel-Blindenmission Österreich – jetzt Licht für die Welt – unterrichtet. Heute wirkt er als deren Botschafter. Während der Paralympics erschien im Verlag Herder ein Buch über den Afrikaner, der in seinem Heimatland zum Symbol der Hoffnung geworden ist.

In „Mein langer Lauf ins Licht“ berichtet Bengt Pflughaupt über das außerordentliche Leben des Weltklassesportlers. Er erzählt von Henrys Kindheit in den Slums und von seiner Erblindung im Alter von 17 Jahren. In seiner Heimat habe der Langstreckenläufer mit Preisgeldern eine Strickfabrik für Blinde errichten können.

Mit dem Untertitel „Der schnellste blinde Marathonmann der Welt über sein unglaubliches Leben“ hat Buchautor und Reporter Pflughaupt in Athen für ein wenig Verwirrung gesorgt. Schnellster Marathon-Läufer in Wanyoikes Startklasse bleibt immer noch der Japaner Takahashi Yuichi, der auf der historischen Strecke von Marathon bis ins antike Panathinaikos-Stadion siegte. Der Kenianer war nach seinen beiden Siegen über 5.000 und 10.000 Meter mit den neuen Bestmarken von 15:11,07 und 31:37,25 Minuten zum Marathon gar nicht erst angetreten.

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