Hilfswerk: ÖGB-Antrag würde Pflegeversorgung in Österreich gefährden

Präsident Othmar Karas: "ÖGB-Vorschlag brächte hohe Mehrkosten -zum Schaden für alle Beteiligten!"

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Das Hilfswerk appelliert an den ÖGB den Leitantrag zum Thema Pflege beim heutigen Bundeskongress abzuändern. „Wer die 24-Stunden-Betreuung auf selbstständiger Basis verbieten will, riskiert ein mühsam aufgebautes Modell zu ruinieren!“, sagt Präsident Othmar Karas.

„Nach dem Vorschlag des ÖGB wäre die Versorgung von mindestens 20.000 pflege- und betreuungsbedürftige Menschen in Österreich gefährdet. Denn die 24-Stunden-Betreuung auf Angestelltenbasis gibt es theoretisch jetzt schon, wird aber nur selten in Anspruch genommen. Grund sind die etwa doppelt so hohen Kosten. Wer soll diese Mehrkosten bezahlen? Die pflegebedürftigen Menschen? Oder der Bund, oder die Länder, oder die Gemeinden, die alle jetzt schon mit immer größer werdenden sozialen Aufgaben konfrontiert sind?“, fragt Karas.

„Würde das System zusammenbrechen wären auf Schlag etwa 10.000 zusätzliche Pflegeheimplätze notwendig“, schätzt Karas. „Das würde allein Investitionskosten von über 1 Milliarde Euro erfordern.“ „Durch die Abschaffung der 24-Stunden-Betreuung würde auch niemand gewinnen. Die Betreuung würde nur viel teurer ohne dass ein einziger zusätzlicher Arbeitsplatz in Österreich geschaffen würde“, erklärt Karas.

„Es gibt jetzt schon zu wenige Arbeitskräfte in der Pflege und Betreuung in Österreich. Und auch die ausländischen Betreuungskräfte sehen nach einer Umfrage des Hilfswerks, die in den nächsten Wochen präsentiert wird, das derzeitige System positiv“, so Karas abschließend.

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