Hilfswerk-Umfrage zu Personenbetreuer/innen

Ergebnis: weiblich, 48, mit sehr guter Bildung, zufrieden, engagiert und familiär gut integriert

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Präsident Othmar Karas: „Die 24-Stunden-Betreuung hilft allen, den betroffenen Personen und deren Angehörigen, den Betreuer/innen und der Öffentlichen Hand, die viel Geld spart!“

Seit sechs Jahren ist die 24-Stunden-Betreuung in Österreich legal möglich. Dem Hilfswerk war von Anfang an nicht nur die Zufriedenheit der Kunden ein großes Anliegen sondern auch die Zufriedenheit der vermittelten Personenbetreuerinnen und Personenbetreuer, die fast ausschließlich aus den benachbarten EU-Ländern stammen und auf selbstständiger Basis mit österreichischem Gewerbeschein arbeiten.

Qualität entscheidend

„Nur wer seine Arbeit gern tut, macht sie auch wirklich gut!“, ist Karin Fürst überzeugt. Sie ist gemeinsam mit Walter Marschitz als Geschäftsführerin für die 24-Stunden-Betreuung im Hilfswerk verantwortlich. „Die Qualität der Arbeit aber auch das Menschliche muss für alle Beteiligten passen.“

Hohe Zufriedenheit

„Das Ergebnis der Umfrage ist tatsächlich sensationell“, sagt Marschitz. „81% der befragten Personenbetreuer/innen fühlen sich in der Familie, wo sie wohnen und arbeiten, sehr wohl, 62% haben sogar das Gefühl gewonnen, ein Mitglied dieser Familie zu sein. 92% sind mit ihrer konkreten Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden!“.

Erfahrene Arbeitskräfte

„Mit dem Ergebnis der Umfrage wurden auch einige Mythen zerstört“, kommentiert auch Hilfswerk-Präsident Othmar Karas das Ergebnis. „Jungfamilien, die durch die Arbeit in Österreich getrennt werden, sind extrem selten. Das Durchschnittsalter der Personenbetreuer/innen (zu 94% Frauen), die das Hilfswerk vermittelt, beträgt 48 Jahre, deren jüngstes Kind ist zu 75% über 18 Jahre alt, weitere 11% haben noch Kinder zwischen 14 und 18 Jahren“, sagt Karas.

In der Heimat arbeitslos

„Wir nehmen unseren Nachbarländern auch keine dringend benötigten Arbeitskräfte weg. Obwohl 76% der Personenbetreuer/innen Matura oder sogar einen Hochschulabschluss haben und weitere 21% eine Mittelschulabschluss, waren 48% der Personenbetreuer/innen vorher arbeitslos, 89% gaben an, dass es in ihrem Heimatland schwierig oder sehr schwierig ist, eine Arbeit zu finden.“, so Karas.

Win-Win-Win-Modell

„Insgesamt ist das System der 24-Stunden-Betreuung in Österreich ein voller Erfolgt!“, ist Othmar Karas überzeugt. „Das beweisen auch die Zahlen: Laut Wirtschaftskammer gibt es 43.159 aktive Personenbetreuer/innen in Österreich. Laut unserer Befragung sind die Personenbetreuer/innen zu 81% mit ihrer derzeitigen Situation in Österreich allgemein sehr zufrieden oder zufrieden. Das System selbst wird von 65% sehr gut oder gut bewertet 30% finden es mittelmäßig und nur 2% eher schlecht.“

Alternativen viel zu teuer

„Angesichts dieser eindeutigen Zahlen ist die Forderung des ÖGB nach einem Verbot der 24-Stunden-Betreuung auf selbständiger Basis völlig unverständlich“, so Karas weiter.

„Ein solches Verbot wäre nicht im Interesse der Betroffenen, wäre für die öffentliche Hand und die pflegebedürftigen Menschen weit teurer und würde auf einen Schlag die Versorgung mehrerer tausend Menschen gefährden. Sollte sich der ÖGB – was nicht zu hoffen ist – mit seiner Forderung durchsetzen, gäbe es vier denkbare Alternativszenarien:

  1. 25.000 zusätzliche Pflegeheimplätze würden allein in der Errichtung 2,5 Milliarden Euro kosten. Die öffentliche Zuzahlung pro Heimplatz liegt im Schnitt (ohne Wien) bei etwa 1.450 Euro gegenüber 550 Euro bei der 24-Stunden-Betreuung. Macht in Summe 270 Millionen Euro pro Jahr.
  2. Die Anstellung bei Trägern wäre wegen arbeitsrechtlicher und kollektivvertraglicher Vorschriften (Ruhezeiten, Mindestlohn etc.) nicht unter 4.000 Euro pro Monat zu organisieren. Damit würden sich die Kosten verdoppeln. Bisher war der ÖGB auf Sozialpartnerebene jedenfalls nicht bereit, adäquate Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.
  3. Die Anstellung in den Haushalten ist jetzt schon möglich, wird in Einzelfällen auch praktiziert, kommt aber pro Monat um etwa 1.000 Euro teurer, die derzeit etwa zur Hälfte von Betroffenen und öffentlicher Hand (höhere Förderung) getragen werden. Problematisch dabei ist, dass die betroffenen Privatpersonen (Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen) als Arbeitsgeber mit allen damit verbundenen Verpflichtungen fungieren.
  4. Rückfall in die Schwarzarbeit. Dieses (wahrscheinlichste) Alternativszenario kann nicht im Interesse der Betroffenen und auch nicht des ÖGB liegen“, so Karas abschließend.

Die Presseunterlagen und die Details zur Umfrage der Personenbetreuer/innen, zur 24-Stunden-Betreuung im Hilfswerk, Preise und Förderungen finden Sie auf www.hilfswerk.at.

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