Franz-Joseph Huainigg

Huainigg: Gebärdensprache in ORF-Kinderprogramm aufgenommen

Noch weiter Weg zu barrierefreiem ORF-Programm

„Ich freue mich sehr, dass der ORF ein Jahr nach der Anerkennung der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS) in der Bundesverfassung diese Sprache auch in sein Kinderprogramm ‚Confetti TiVi’ aufgenommen hat“, sagte heute, Freitag, der ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung, Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg, anlässlich des morgigen Starts der Confetti News mit ÖGS. Kinder seien offen, neugierig und ohne Vorurteile, der Grundstein für ein selbstverständliches Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen.

„Dieses neue Angebot hat in zweierlei Hinsicht große Bedeutung“, so Huainigg. Einerseits ermögliche es gehörlosen Kindern die Teilhabe am Programm, andererseits werde hörenden Kindern ein interessanter Einblick in die Welt der gehörlosen Menschen ermöglicht.

„Ich bin schon gespannt auf das erste mediale Zusammentreffen mit Belinda, wenn sie morgen erstmals gemeinsam mit ihren hörenden KollegInnen durch die Confetti-News führen wird“, sagte Huainigg.

Das Medium Fernsehen könne viel dazu beitragen, dass Menschen einen Zugang zu Fragen der Behinderung und Integration finden. Es sei wichtig, dass Kinder schon früh erfahren, was es heißt gehörlos zu sein. „Für Kinder ist die Gebärdensprache eine geheimnisvolle Sprache. Wer erinnert sich nicht gerne daran, wie er als Kind geheime Zeichen zur Verständigung verwendet hat. Das Sprechen mit den Händen ist für Kinder einfach auch eine geheimnisumwobene Kommunikationsform“, sagte Huainigg.

Dem Confetti-Team sei gedankt, dass sie diese Idee aufgegriffen haben und die Sendung unter Einbeziehung von Betroffenen entwickelt und gestaltet haben. Trotz einiger sehr begrüßenswerter Initiativen und Maßnahmen, die der ORF in den letzten Jahren gesetzt hat, sei für ein barrierefreies ORF-Programm noch ein weiter Weg zurückzulegen, so der ÖVP-Behindertensprecher.

So müsse die Untertitelung stärker ausgebaut werden, es brauche verstärkt Angebote für sehbehinderte Menschen und Betroffene sollten auf allen Ebenen eingebunden werden, sagte Huainigg abschließend in Richtung der neu gewählten ORF-Führung.

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