Hürden bei einer digitalen Wohnungssuche von Wiener Wohnen

Leider wurden von Wiener Wohnen nicht alle Zielgruppen bedacht, so auch Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen, welche möglicherweise über eine eingeschränkte Sprach- und Lesekompetenz verfügen.

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Vor einiger Zeit wurde der Ablauf zum Erhalt des Wohntickets für Gemeindewohnungen angepasst, so findet die Wohnungssuche via Online-Plattform von Wiener Wohnen statt.

Dies macht es möglich, dass Personen online Wohnungen selbständig finden können und sich bei Interesse für die Wohnung sofort anmelden können.

Leider wurden von Wiener Wohnen nicht alle Zielgruppen bedacht, so auch Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen, welche möglicherweise über eine eingeschränkte Sprach- und Lesekompetenz verfügen.

Auch haben nicht alle Personen eine E-Mail Adresse und kennen sich in der digitalen Welt gut aus. Dies hindert Personen an der selbständigen, selbstbestimmten Wohnungssuche.

Bei Wohnungsvergabe ALLE Personen bedenken und berücksichtigen

Sie benötigen angepasste Angebote, sodass Zweifel, Frustration und Wut erst gar nicht entstehen müssen. Das derzeitige System ist sehr kompliziert. Eine Stadt sollte bei der Konzeptionierung ihrer Wohnungsvergabe ALLE Personen bedenken und berücksichtigen, unabhängig von Privilegien, Betroffenheit, Nicht-Betroffenheit, Sprachkompetenz und Bildung!

Derzeit werden vielen Personen durch die komplexe Anmeldung Barrieren in den Weg gelegt.

Bisher war es so, dass zwei Systeme zur Auswahl standen: einerseits konnte man sich online für eine Wohnung anmelden – wenn das für eine Person möglich war – andererseits konnte man sich das Wohnungsangebot per Post zusenden lassen. Per Post wurden nur zwei Wohnungen zugesandt, aber es hat die Personen nicht vollständig vom Wohnungsangebot (aufgrund fehlender Unterstützung) ausgeschlossen.

Beispielsweise war die postalische Zusendung der Wohnungsangebote für gehörlose Personen meist eine passende und durchaus Zielgruppen-gerechtere Lösung, als die Online Vergabe.

Sichtlich überforderte Betroffene

In der Sozialberatung für gehörlose Menschen haben wir bereits mehrere Betroffene, die sichtlich überfordert mit der Online-Wohnungssuche sind, komplizierte Begrifflichkeiten haben sie sogar schon zum Aufgeben der Wohnungssuche gebracht. Natürlich gibt es immer wieder Angehörige oder andere Personen, die helfen, wenn etwas nicht klappt.

Jedoch sollte nicht selbstverständlich davon ausgegangen werden, dass diese Art der Unterstützung für alle zugänglich ist. Für diese – und andere Zielgruppen – wäre es dringend notwendig, das Angebot der Wohnungssuche barrierefreier und nutzerfreundlicher zu machen.

Wiener Wohnen sollte auf die betroffenen Zielgruppen eingehen und ihre Bedürfnisse erfragen, sie sollten nicht vergessen werden, denn auch sie haben ein Recht auf Barrierefreiheit – und daraus resultierend – die selbständige Wohnungssuche.

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