Hundstorfer: Maßgeschneiderte Unterstützung und gleiche Rechte für Menschen mit Behinderungen sicher

BMASK treibt bundesweite Vereinheitlichung der Persönlichen Assistenz weiter voran

Rudolf Hundstorfer
Sozialministerium

„Die Persönliche Assistenz ist für viele Menschen mit Behinderungen eine wesentliche Voraussetzung für eine weitestgehend selbstbestimmte Teilhabe an der Gesellschaft. Durch sie werden die Betroffenen in ihren Rechten und Ansprüchen bestmöglich unterstützt. Die Kompetenzen von Menschen mit Behinderungen weiter zu stärken, ihre Integration und Lebensqualität zu erhöhen, ist ein Gebot der Stunde“, so Sozialminister Rudolf Hundstorfer heute in einer Aussendung.

Die Persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderungen ist eine unverzichtbare Leistung der Länder und des Bundes im Bereich der Behindertenhilfe. Sie unterstützt schwerpunktmäßig jene Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen im erwerbsfähigen Alter, die über eine hohe (Selbst-)Organisationskompetenz verfügen.

Die Persönliche Assistenz im häuslichen Bereich ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Der Bund hat im Rahmen seiner Kompetenz für die berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderung die Förderung der Persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz (PAA) eingeführt. Voraussetzung ist der Bezug von Pflegegeld ab der Stufe 5. Die PAA umfasst Unterstützungsleistungen im Zusammenhang mit Begleitung und Mobilität zur Verrichtung der Tätigkeiten am Arbeitsplatz oder Ausbildungsplatz. 2009 gab es rund 310 Förderfälle, insgesamt wurden dafür 3,4 Millionen Euro aus Mitteln der Beschäftigungsoffensive für Menschen mit Behinderung aufgewendet.

„Mit der Persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz wurde bundesweit eine wichtige Maßnahme ergriffen, die behinderte Menschen auch im Rahmen ihrer Berufstätigkeit und Ausbildung erfolgreich integriert. Mein Ressort arbeitet intensiv daran, eine bundesweite Vereinheitlichung des Modells der Persönlichen Assistenz auch im häuslichen Bereich weiter voranzutreiben und das Bewusstsein für eine erfolgreiche Integration von behinderten Menschen zu schärfen. In Wien wurde bereits ein sehr gutes Modell der Persönlichen Assistenz umgesetzt. Bei der am 10. Juni 2010 in Kaprun stattfindenden Landessozialreferentenkonferenz wollen wir wiederholt auf die entsprechende Regierungserklärung hinweisen und die Anliegen der Betroffenen in aller Deutlichkeit vorbringen“, unterstreicht der Sozialminister.

Wien, Burgenland, Salzburg und Tirol haben sich grundsätzlich bereits für eine bundeseinheitliche Regelung ausgesprochen.

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0 Kommentare

  • @ Krüppel 1! Haben Sie Hundsis Aktualisierung schon gesehen? Ich habe so gelacht über Ihren vor einigen Tagen eingespeisten Beitrag zu diesem Artikel. deshalb muss ich in Anbetracht an die mit 1.9.2010 in Kraft tretenden Veränderung bei der Einstufung des Pflegegeldes auch Hundsdorfer in gleicher Weise rehabilitieren, wie Sie ihn kritisiert haben: Also: „Husch-husch, Hundsi raus aus dem Körbchen*lach*!“

  • Dar Hundsi, an richtiga Politiker. Sich selbstbeweihräuchern mit dem PAA-Model, dass auch so ne halbherzige ab Pflegestufe 5 usw. Gschicht ist. Diskriminieren, klassifizieren blablabinieren. Nur heiße Luft und keine Ahnung vom Tuten und Blasen – Ab ins Hundekörbchen – Husch husch

  • @Lichtenauer Gerhard: Ich stimme dir genau zu! Das können wir, die Eltern von auch geistigbehinderten Kindern NICHT mit uns machen lassen, dass unsere Kinder aufgund ihrer schwereren Behinderung von solchen MAssnahmen wieder mal ausgeschlossen werden in Zukunft. Pfui, ich kotze gleich, Herr Hundstorfer!

  • Hundstorfer: „Die Persönliche Assistenz … unterstützt schwerpunktmäßig jene Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen im erwerbsfähigen Alter, die über eine hohe (Selbst-)Organisationskompetenz verfügen.“
    Alle Menschen „dritter Klasse“, die also nicht nur „körperlich“ behindert sind, sondern zusätzlich offensichtlich durch „extrakorporale“ Behinderungen beeinträchtigt sind, keine „restverwertbare“ Arbeitsleistung zu erbringen im Stande sind bzw. aus Alters- oder Arbeitsmarkt-Gründen (noch) nicht (mehr) am Erwerbsleben teilhaben können, werden samt ihren pflegenden Angehörigen hurtig weiter diskriminiert, bevormundet und entrechtet.
    Bitte Herr Sozialminister: Allgemeine Menschenrechte lesen, Verfassung lesen, Behindertenrechtskonvention lesen! Auch wenn das Wort „schwerpunktmäßig“ einigen Interpretationsspielraum zulässt, Betroffene wissen aus dem Unrechtsvollzug der Länderverwaltungen sehr genau wie die Ansage gemeint ist.