„Initiative für ein barrierefreies Wien“ gestartet

Mit dieser Initiative soll der Abbau von baulichen Barrieren in Wien beschleunigt werden. Unterstützerinnen und Unterstützer können ihre Stimme auch elektronisch abgeben.

Homepage www.barrierefreies-wien.at
Praniess-Kastner, Karin

Die Initiatorin, Landtagsabgeordnete Karin Praniess-Kastner (ÖVP), will erreichen, dass der Druck auf die in Wien politisch Verantwortlichen erhöht wird. Dies soll mit Hilfe einer Website und durch eine Unterschriftenaktion erreicht werden.

Wie notwendig es in Wien ist, ein derartiges Projekt zu starten, beweisen die jüngsten Beispiele:

  • da wird einer engagierten Ärztin der Bau einer Rampe zum Erreichen der Ordinationsräumlichkeiten mit fadenscheinigen Begründungen und unwahren Behauptungen nach einem jahrelangen zermürbenden Kampf noch immer verwehrt
  • da dürfen Ständer mit Wahlwerbung die Gehsteige auf bis zu 150 cm einengen, wenn es aber um den notwendigen Einbau einer Rampe geht, sind sogar mehr als 200 cm Gehsteigbreite nicht ausreichend dafür
  • da baut die Stadt Wien ein neues Bezirksamt und nach der Eröffnung stellt sich heraus, dass es nicht dem Stand der Technik entspricht.

Zentrale Forderungen der Initiative sind:

  • die Identifizierung vorhandener Barrieren durch die Stadt Wien
  • die Berücksichtigung der Barrierefreiheit bei Planung und Bau von öffentlichen Gebäuden
  • eine Informationsoffensive, die sich z.B. an Selbständige und Ärzte richtet
  • die Adaptierung des öffentlichen Raums in den Bezirken mittels eines Sonderbudgets der Stadt.

Nähere Einzelheiten sowie das Unterstützungsformular finden Sie unter www.barrierefreies-wien.at.

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0 Kommentare

  • Die Initiative ist gut – dass diese von der ÖVP – Wien im NR-Wahlkampf präsentiert wurde, ist weniger gut, da im „roten Wien“ alles was von den „Schwarzen“ kommt, auch wenn es gut ist, (wie im Bund von der Bundes – ÖVP, die ihre Macht leidlich ausgekostet hat) von der absoluten „roten Rathausmehrheit“ abgeschmettert wurde und wird. Betroffene Fachleute einbeziehen ist sicherlich kein Fehler.
    Wissenschaftsminister Hahn sollte schnellstens Barrierefreiheit als Pflichtfach für werdende Architekten einführen, sonst ist und wird das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz ein „totes“ Gesetz! Wie in Wien, wo scheinbar nur in Teilbereichen die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt werden, die Kontrollorgane oft völlig versagen.

  • ja, es ist wahlkampfzeit, das merken wir. jetzt fällt auch der stadt wien ein, endlich barrieren abzubauen. ich glaube nicht daran, denn solange es „völlig normal“ ist, das die magistratsbehörden es zulassen, dass Um-Zu- und Neubauten noch immer nicht barrierefrei sein müssen, glaub ich nichts mehr. es zeigt sich gerade auch auf der mariahilfer straße, wo ständig geschäfte umgebaut werden, dass sich die zuständigen magistratsbehörden einen pfurz um die barrierefreiheit kümmern, sondern zulassen, dass nach wie vor stufen gebaut werden dürfen. ein typisches beispiel ist die bäckerei felzl in der westbahnstraße. war das lokal vor dem umbau völlig barrierefrei erreichbar, so wurden jetzt stufen gebaut, damit behinderte sicher nicht mehr hinein kommen und der magistrat hat das abgesegnet.