Jarmer: ORF hält gemachte Zusage betreffend Barrierefreiheit nicht ein

Menschen mit Behinderung werden nicht ernst genommen

Helene Jarmer
GRÜNE

Am 23.12. 2009 machte der ORF eine „Weihnachtsaussendung“. In dieser verkündete er die Einigung zwischen Vertretern der Österreichischen Behinderten- und Seniorenverbände und dem ORF darüber, die Barrierefreiheit der ORF-Programme schrittweise auszubauen. Der ORF kündigte in dieser Aussendung weiters an, den Anteil der Untertitelung des TV-Angebotes bis Ende 2010 auf 45 % zu steigern.

Am 17. Juni 2010 wurde im Rahmen des ORF-Gesetzes eine teilweise Refundierung der Gebührenbefreiung in Höhe von 160 Millionen Euro aus dem Budget beschlossen. Am 23. Juni 2010 gab der ORF in einer Aussendung bekannt, dass aufgrund der teilweisen Refundierung der Mittel aus der Gebührenbefreiung eine Erhöhung der Untertitelung auf 40 Prozent im Jahr 2010 erfolgen wird.

„Dass der ORF trotz dieser Zusage vom 23. 12. 2009 und der vereinbarten Refundierung der Gebührenbefreiung lediglich 40 Prozent statt der mit den Behindertenverbänden vereinbarten 45 Prozent beschlossen hat, ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen mit Behinderung“, so die Behindertensprecherin der Grünen, Helene Jarmer. „Ich fordere Generaldirektor Wrabetz auf, seine Zusage einzuhalten und bis 31.12. 2010 die vereinbarten 45 Prozent der Sendungen zu untertiteln.“

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0 Kommentare

  • Der Orf ist in Barrierefreiheit so schlecht wie bei allen anderen seiner „Leistungen“. Ich gehe aber davon aus, daß es nicht am fehlenden guten WIllen liegt, die fast 4.000 Orf – Beamten geben sicher das Letzte.
    Scherz beiseite, diese Sendeanstalt hat schon längst keine Existenzberechtigung mehr. Der Orf kann nichts, was nicht andere schon längst besser machen. Tendenziös, provinziell, langsam, belehrend….
    Die Orf-Funktionäre werden auch weiterhin daran scheitern, die Gehälter der 4.000 Beamten auf marktkonformes und leistungsgerechtes Niveau zu bringen.
    Das und die weiterhin sinkenden Einnahmen aus Werbung etc. werden zwangsläufig zum Ende dieses Orf führen.
    Nur ist es schade, daß wir durch den Kniefall der Politik noch ein paar weitere Jahre mit diesem Orf haben, bevor wir endlich die Frequenzen des Orf einer besseren Nutzung zuführen können.