KOBV fordert Post AG auf, die Einstellung von Geldzustellungen in Wien rückgängig zu machen

Begründet wird diese Maßnahme von der Post damit, dass die Zahl der Überfälle auf Geldbriefträger in den letzten Monaten zugenommen hat.

Fahrzeug: Post bringt allen was
BIZEPS

„Bei allem Verständnis für die Sicherheit der PostmitarbeiterInnen und in tiefer Betroffenheit über die steigende Zahl der Überfälle sind wir jedoch der Auffassung, dass es die Pflicht des Unternehmens wäre, anstelle der Einstellung der für zig- tausende Menschen so wichtigen Dienstleistung der Post-AG, für entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu sorgen (z.B. Überwachung durch Securitydienste, engere Kooperation mit Polizeiinspektionen, Übertragung auf Geldtransporte, etc.)“, fordert KOBV Präsident Mag. Michael Svoboda.

Die österreichische Post-AG hat völlig überraschend und für die betroffenen Postkunden (v.a. RentnerInnen, PensionistInnen, Kriegsopfer und Menschen mit Behinderungen) unverständlich die Haus/Wohnungszustellung von Geldsendungen (v.a. Renten und Pensionen) in Wien eingestellt. Begründet wird diese Maßnahme damit, dass die Zahl der Überfälle auf Geldbriefträger in den letzten Monaten zugenommen hat.

Den Kriegsopfer- und Behindertenverband Österreich (KOBV-Ö) erreichen unzählige Protestanrufe aus dem Kreis seiner Mitglieder, die vor allem ihrer Verzweiflung Ausdruck verliehen. Aufgrund ihrer Behinderung ist es ihnen unmöglich selbst ein Postamt aufzusuchen und vielfach ist auch keine Person ihres Vertrauens vorhanden, die sie um die Geldabholung bitten können. Dazu kommt noch, dass vielfach durch die Ausdünnung des Post-Filialnetzes oft sehr weite Wegstrecken zu einem Postamt zurückzulegen sind, was zusätzliche Kosten für Rentner und Pensionisten mit ohnehin geringem Einkommen bedeutet.

Ein weiteres Ärgernis rief die Tatsache hervor, dass diese Maßnahme quasi aus heiterem Himmel und ohne ausreichende Information der KundInnen über Alternativmöglichkeiten erfolgt (selbst auf der Homepage der POST-AG ist es mühsam entsprechende Infos zu erhalten, Alternativen sind so gut wie gar nicht zu finden).

Nach Meinung des KOBV hat die Post-AG mit diesem Schritt der Einstellung der Geldzustellung in Wien völlig über das Ziel geschossen. Würde dieses Beispiel Schule machen, müsste jedes Bankinstitut, bei dem mehrmals im Jahr eine Filiale überfallen wird, ihre Filialen in Risikogebieten schließen.

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0 Kommentare

  • Die Post hat wohl keine anderen Ideen als den Leuten das Geld vorenthalten zu müssen! Sie kommen vor lachen nicht in den Schlaf, so viel verdienen sie, aber wollen nicht in der Lage sein, das Geld sicher zu transportieren. Sie sollen sich was schämen.