Lapp: SPÖ hat Antworten auf Fragen der Diakonie – Volle Teilhabe für behinderte Menschen!

SPÖ-Behindertensprecherin Christine Lapp sieht in den Hilfsorganisationen wie Diakonie, Volkshilfe und Caritas unverzichtbare Partner von Politik und Regierung.

Christine Lapp
SPÖ

„Ihr Einsatz für benachteiligte Menschen ist von unschätzbarem Wert“, so Lapp. Trotzdem teilt sie die Einschätzung von Diakonie-Direktor Michael Chalupka nicht, der heute in einer Pressekonferenz gemeint hatte, dass behinderte Menschen in den Wahlprogrammen nicht vorkämen. Denn die Integration vom Kindergarten bis zum Berufsleben und die volle soziale Absicherung sind zentraler Bestandteil des SPÖ-Wahlmanifests. Und Verbesserungen beim Pflegegeld können noch im September beschlossen werden.

Im SPÖ-Wahlmanifest ist festgehalten: „Unser Ziel ist die umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft, und zwar unabhängig davon, ob die Behinderung von Geburt an vorliegt oder aus Unfällen oder Krankheiten im Laufe des Lebens resultiert. Voraussetzung für die volle Teilhabe sind zunächst integrative Bildungsformen in allen Schulbereichen und Schulstufen sowie ausreichende persönliche Assistenzleistungen vom Kindergarten bis zur Universität, aber auch später am Arbeitsplatz und in der Freizeit.

Darauf aufbauend muss eine realistische Möglichkeit der Integration in den Arbeitsmarkt eröffnet werden, etwa durch die Schaffung und Sicherung von sozialversicherungsrechtlich abgesicherten Beschäftigungsverhältnissen sowie durch höhere Durchlässigkeit zwischen Beschäftigungstherapien und Arbeitsverhältnissen. Auch bei der Nutzung von Beschäftigungstherapien muss die soziale Absicherung gewährleistet werden.“

Außerdem weist die SPÖ-Behindertensprecherin darauf hin, dass mit den geplanten Verbesserungen beim Pflegegeld, die noch im September beschlossen werden können, demenzkranke Personen und schwerbehinderte Kinder und Jugendliche – so wie es die Diakonie fordert – besser eingestuft werden; zum Pflegebedarf wird ab 2009 auch ein Betreuungsbedarf hinzugerechnet, was in vielen Fällen zu einer höheren Pflegegeldeinstufung führen wird.

„Integration ist ein Gebot, dass auch für die Politik gelten muss. In der SPÖ wird dieses Gebot sehr hoch geachtet“, so Lapp weiter, „die SPÖ freut sich, dass sie Thomas Weissenbacher den Vorsitzenden von ‚Vienna People First‚, einer Selbstvertretungsgruppe von lernbehinderten Menschen, als Kandidaten auf der Bundesliste präsentieren kann.“ (Auf Platz 379; Anmerkung der Redaktion)

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0 Kommentare

  • ganz richtig Franzzz, laut Lapp wir alles einmal sein? EINMAL im September könnten sie ….!!! Nach den Wahlen wird dann ein „Keinmal“ herauskommen und Pflegegeldbezieher werden wie seit Jahren durch die Finger schauen. Bei der SPÖ gehört das S schon lange weg und durch ein K ersetzt aber nicht für KPÖ sondern für Kapitalistisch orientiert :-) Sie schauen nur auf ihre Klientel, auf die sogenannten Hamsterorganisationen die Menschen nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip Pflegen und Betreuen! Ehhhh nur eine Frage noch: wer ist bitte Gusenbauer, hab ich nie gesehen …

  • Dieser Artikel von Lapp ist bezeichnend für die rückschrittliche Denkweise der SPÖ-Bundes-Behindertensprecherin – wenn zukunftsweisend, dann wie Gusenbauer vor der NR.-Wahl 2006: „Das Ziel muß die Inklusion behinderter Menschen sein“ – Und das teilweise karge Pflegegeld sollte langfristig in die Hand der Betroffenen, nicht in die Hand der Institutionen fließen, die auch noch meistens politisch gefärbt sind und mit vielen Overheadkosten belastet sind. (jeder „Pfurzverein“ hat schon eine(n) PressesprecherIn.