Meine Pflegerinnen sprechen immer von Qualität. Was bedeutet das eigentlich?

"Qualität", Episode II: Die SP sorgt dafür (Neue Folge von SL-TV)

Transkription

Neulich im Volkshaus

Krüppel und die personifizierte SP in Gestalt des Partei-Logos stehen sich gegenüber.

Krüppel: Du Sozialdemokratische Partei?

SP: Ja handicapierter Mitmensch?

Krüppel: Meine Pflegerinnen sprechen immer von Qualität. Was bedeutet das eigentlich?

SP: Qualität bedeutet, dass etwas mit Qualitätsmanagement produziert worden ist.

Krüppel: Und wie funktioniert Qualitätsmanagement?

SP: Man stellt eine Reihe von Richtlinien auf, die über Formulare überwacht werden und sicherstellen, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung immer gleich bleibt.

Krüppel: Immer gleich bleibt?

SP: Immer gleich bleibt!

Krüppel: Dann kann sich aber auch nichts verbessern, oder?

SP: haha, aber handicapierter Mitmensch, der Sozialstaat ist doch eine SP-Erfindung und die meisten Pflegerinnen und Pfleger sind links. Was von der SP kommt kann man doch gar nicht verbessern. Schliesslich sind wir die Gutinnen und Guten und kümmern uns um die Benachteiligtinnen und Benachteiligten.

Krüppel (leicht sauer): Warst du jemals selbst auf Pflege angewiesen?

SP: Nein.

Krüppel: Und du meinst trotzdem besser zu wissen, was gut für mich ist, als ich selbst?

SP: Jap.

Krüppel: Ich liege deswegen in meiner eigenen Scheisse!

SP: Wer Qualität will, muss Opfer bringen.

Krüppel: Vielleicht will ich deine Qualität ja gar nicht.

SP: Ja das sagst du jetzt. Aber glaub mir, wenn wir nicht so penibel auf Qualität achten würden, würden sich plötzlich schlecht ausgebildete, unterbezahlte Leutinnen und Leute um dich kümmern.

Krüppel: Das würde mich gar nicht stören. Die Putzfrauen im Heim sind sowieso viel netter zu mir, als die Pflegerinnen.

SP: Die Putzfrauen wählen aber nicht SP.

Krüppel: Dann geht es also nur um Arbeitsplätze für SP-Wählerinnen? Das ist doch absurd!

SP: Nein, das ist eben Qualität.

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0 Kommentare

  • Der Dialog ist aus meiner Sicht zwar stark übertrieben, aber es ist leider viel wahres dran!

  • Da braucht man nur zu schauen, WAS ein ausgebildeter Pfleger/in tun darf, und was im Gegensatz (ohne Rechte dagegen aufzumotzen) ein pflegender Angehöriger zu TUN HAT. Denn von aubebildetem Pflegepersonal wird NIEMAND verlangen, 14 Tage -ohne Pause durchzuarbeiten und im Sommer durchgehend 9 Wochen, neben der Pflege eines schwerst-geistig behinderten Menschens zu kochen, putzen und zu bügeln … (Für dieses Personal ist es UNZUMUTBAR, aber es wird sehr wohl davon ausgegangen, dass falls man ja SOVIEL Hilfe in Form von einigen Stunden in der Woche bekommt, die dann so lieb sind einem das Kind „stundenweise abzunehmen“, dass einem dann gesagt werden kann so ohne zu überlegen: „Sie haben ja eh soviel Unterstützung, ausserdem dürfen Sie , ohne arbeiten gehen zu müssen, einmal eine Pension kassieren,Nur weil Sie ein behindertes Kind haben, …“ Ich könnte ein Lied davon singen, von Aussagen die mir die Grausbirne aufstellen, wenn ich anfange, darüber nachzudenken. Keiner stellt sich die Frage, wie es wohl ist oder sein könnte, wenn man sich stundenweise Betreuungspersonen bezahlt, damit man in der Zwischenzeit, wo einem der Pflegebedürftige gnädigerweise abgenommen wird schnell die Arbei erledigen kann, die sonst liegenbleibt, weil keiner da ist um zu helfen. (Gratis macht es sowieso niemand, auch niemand aus der Verwandtschaft, die haben alle was besseres zu tun, interessiert niemanden.

  • Zutreffend – jedoch polemisch – Reden wir doch über „schwarze Netzwerke“ wie Pflegedienste vom „Hilfswerk“ – „Rotes Kreut“ e.c.t. da spielt es sich ähnlich ab.