„NAP Behinderung“: Mitarbeit der AkteurInnen der Behindertenarbeit ist zentraler Angelpunkt

Neben Staatenbericht zur UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen soll auch ein Bericht der Zivilgesellschaft Ausgangspunkt für die Entwicklung des Nationalen Aktionsplans (NAP) sein.

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Der von Sozialminister Rudolf Hundsdorfer angekündigte „Nationale Aktionsplan für Menschen mit Behinderung“ soll sich an der Struktur der „UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ orientieren und ist nach Ansicht der ÖAR ein wichtiger Meilenstein für die Umsetzung dieser Konvention.

Zeitgleich mit der Ankündigung eines „NAP Behinderung“, wurden nicht nur die jeweils zuständigen Minister und deren Ressorts, sondern auch die Organisationen behinderter Menschen aufgefordert, mittels eines ausführlichen, an die Konvention ausgerichteten Rasters Ihre Erfahrungen und Meinungen einzubringen.

Für die ÖAR ist wichtig und wünschenswert, dass nicht nur der Staatenbericht Basis für die künftige Ausrichtung der Behindertenpolitik in Österreich der nächsten Jahre sein soll, sondern auch der von der Zivilgesellschaft erstellte Schattenbericht, der gegenwärtig von einer Juristin erarbeitet wird.

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0 Kommentare

  • Gut, dass die ÖAR sich in Bezug auf UN-Konvention engagiert. Das Engagement fehlt allerdings im Bereich Rehab fast vollständig. Ob es die Einstufungen beim Pflegegeld, der Behindertenstatus (BUndessozialamt) ist, oder der Beisitz in diversen Gremien, es zählt fast immer nur die bauliche Barrierefreiheit. Weil des SEIN EBEN DAS BEWUSSTSEIN prägt. Und die eigenen Vorteile gibt man halt nicht gern auf, oder?

  • notwendig ist vor allem eine stärkere berücksichtigung der bedürfnisse, der benachteiligungen von psychisch behinderten menschen. besonders im argen liegt da die rehab und die berufliche integration.

    gemeinsam mit den lernbehinderten menschen, die am stärksten benachteiligte gruppe. die frage der ernsthaftigkeit und nichtdiskriminierung verschiedener gruppen wird sich auch daran zeigen, inwieweit diese gruppen berücksichtigt werden.hoffentlich nimmt sich behindertenanwalt buchinger vor allem dieser gruppen an! die ernsthaftigkeit des gesamten prozesses wird sich gerade an der berücksichtigung dieser gruppen abzulesen sein!

  • Wäre schön, wenn da die Betroffenen dabei wären und nicht ein paar besonders Brave! Genauso wenig, wie wir uns einen Fürsorgebehindertenantwalt wünschen (Dr. Voget – Dr. Buchinger habe gute Beziehungen), genauso wenig wollen wir einen Fürsorge-NAP! Wir sind mitten in einem Paradigmenwandel, weg von den „armen Behinderten“, die bemuttert und geführt werden wollen und für die man halt wieder mal versucht kulanterweise was zu machen! Wir wollen da mit dabei sein und für unsere Rechte kämpfen!

  • Alternativ-Vorschlag zum ministeriellen „mea culpa“: Einige von uns haben in der Beschäftigung von und mit MmB Täuschung und Arglist angewendet. Wir bekennen, dass wir uns als ministerielle „Social Industry“ mehr als 80% der Mittel für die Jugend und die Lebendigkeit von MmB in unsere eigenen ausgereizten Kiemen geschoben haben, um sie arglistig auch noch bis ins hohe Alter hinein zu betrügen. Einige von uns haben MmB dadurch die Schaffensfreude gestohlen und sie der Fähigkeit beraubt, in Selbstbestimmung gelingendes (Arbeits-)Leben zu leben. Wir bekennen, dass wir den freien Willen unserer „Pfleglinge“ gebrochen haben, dass wir ihnen schwindlige „Verträge“ (gespickt mit arglistigen Benachteiligungen) unterjubelt haben, dass wir Selbstbestimmung verpfuscht und ein falsches Zeugnis gegeben haben. Und uns dieses falsche Zeugnis (indem wir die Wahrheit Lüge und Leben Schaden genannt haben) auch noch vom „gekauften“ OGH haben bestätigen lassen … Einige von uns konnten dadurch die Öffentlichkeit belügen und ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit fortführen. Wir bekennen, dass wir über andere verfügen, sie missbrauchen, sie infantilisieren, ihrer Würde berauben und als Kellerkrüppel halten wollten. Einige von uns haben sich deshalb der Körper und des Geistes der Schwächsten bemächtigt. Wir bekennen, in Vertuschung unserer Missbräuche begehrt zu haben nach Sicherheit, Ruhe, Macht und Ansehen. Weil uns eben der Anschein der Makellosigkeit unserer „Social Industry“ wichtiger war als alles andere …

  • Der NAP-Behinderung ist wichtig, keine Frage. Interessant in dem Kontext wäre zu erfahren, ob die Organisationen und Akteure öffentlich deklariert werden, die eingeladen wurden? Wäre die ÖAR aber tatsächlich eine Organisation am Puls der Zeit, dann stünde jetzt ein anderes Thema an erster Stelle. Missbrauch in jeglicher Form, von welchem behinderte Menschen betroffen sein könnten. Information wäre jetzt ein Thema. http://www.mb-opfer.org/main.asp?IDS=107

  • Wie wärs mit einem einleitenden „Mea Culpa“ aus dem Ministerium?

    Vorschlag: „Einige von uns haben sexuelle Gewalt angewendet. Wir bekennen, dass wir die Jugend und die Lebendigkeit anderer Menschen für uns haben wollten. Einige von uns haben Menschen mit Behinderung dadurch die Kindheit gestohlen und sie der Fähigkeit beraubt, gelingende Beziehungen zu leben. Wir bekennen, dass wir die Wahrheit nicht erkennen wollten, dass wir vertuscht und ein falsches Zeugnis gegeben haben. Einige von uns konnten dadurch andere und sich selbst weiter belügen und ihre Verbrechen fortführen. Wir bekennen, dass wir über andere verfügen und sie besitzen wollten. Einige von uns haben sich deshalb der Körper der Schwächsten bemächtigt. Wir bekennen, begehrt zu haben nach Sicherheit, Ruhe, Macht und Ansehen. Einigen von uns war der Anschein der Makellosigkeit unserer „Förderungen“ wichtiger …“