Paukenschlag: In Salzburg müssen Schulassistenten gehen

Unterricht für behinderte Kinder nicht mehr möglich

Norbert Hofer
FPÖ

FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer übt scharfe Kritik an der Streichung von Stellen für Schulassistenten in Salzburg.

Das Land kürzt mit Beginn des neuen Schuljahres im Herbst die Mittel für Unterstützung von Kindern mit besonderem Betreuungsbedarf.

Norbert Hofer: „Damit wird ein Unterricht für die betroffenen Kinder in einer regulären Schulklasse nicht mehr möglich. Es handelt sich hier um Autisten und um Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen, die durch den Unterricht in einer ganz normalen Schulklasse ihren Weg in das Leben finden sollen. Es ist schlichtweg eine Gemeinheit, dass das Land einerseits Millionen verspekuliert und dann auf der anderen Seite gerade bei behinderten Kindern und bei Kindern die wirklich eine besondere Betreuung benötigen spart.“

Hofer fordert die zuständige Landeshauptfrau Burgstaller auf, diese „wenig intelligente, einseitige und erniedrigende“ Maßnahme auf dem Rücken behinderter Kinder umgehend zurückzunehmen: „Mit einer sozialen Einstellung hat das nichts zu tun. Ich werde jedenfalls auch das Parlament mit dieser Vorgangsweise beschäftigen und sowohl die Unterrichtsministerin als auch den Sozialminister ersuchen, mit ihrer Parteifreundin in Salzburg ein offenes Wort zu sprechen. Wenn das das Abschiedsgeschenk von Frau Burgstaller an Salzburg sein soll, dann ist das eine große Enttäuschung.“

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0 Kommentare

  • Wir BMJler geben zu, dass wir Hartheim, Spiegelgrund, Wilhelminenberg und andere „Höhen“ von sonderbehandlender Art durchgewundken haben. Verkehrschutz steht halt dazuland noch immer vor Versehrtenschutz.

  • @“Winke, winke!“: Effiziente unabhängige Kontrolle ist dem realverfassten Österreich ein schrecklich und gräulich Ding. Dabei wäre die Metaperspektive unsere einzige Chance, die 1946-Aufwärmung der 1925-Versteinerung des 1920-Verfassungsprovisoriums aufzubrechen.

  • „Asozial, schwer erziehbar, verwahrlost“

    Der Historikerbericht von Ingrid Bauer, Robert Hoffmann und Christina Kubek, der im Auftrag des Landes erstellt wurde, durchleuchtet die Sozialverwaltung des Landes von 1945 bis zum neuen Jugendwohlfahrtsgesetz von 1992. Tausende Kinder wurden in Heimen und bei Pflegefamilien untergebracht. Sie wurden an ein System ohne jegliche Kontrolle ausgeliefert, das zum Teil noch „Erziehungsmethoden“ der nationalsozialistischen Zeit praktizierte und propagierte.

    Asozial, schwer erziehbar, verwahrlost – das sind die Begriffe, die sich in den 3.000 Fürsorgeakten aus dieser Zeit immer wieder finden und als Begründung für Fremdunterbringung herhalten mussten, sagt Bauer. Die Kinder kamen in Pflegefamilien oder in Heime meist in anderen Bundesländern.
    „Gerichte haben alles durchgewunken“

    „Es gab auf keiner Ebene eine effiziente Kontrolle. Auch die Gerichte, bei denen man ja Fürsorgeerziehung beantragen musste, waren k e i n kontrollierendes Gegengewicht. Die haben offenbar a l l e s , was ihnen vorgelegt wurde, ungeschaut d u r c h g e w u n k e n“, kritisiert Bauer.

  • @Gertrude Sladek: (War mein Beitrag, sorry) In den Medien wurde zwar auf „Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen“ hingewiesen, trotzdem fällt den Lesern als erstes „Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf“ auf und damit assoziieren die meisten körperbehinderte Kinder oder Kinder mit Down-Syndrom.
    Der Aufschrei „Rollstuhlkindern“ wird die Schulassistenz weggenommen geht durchs Volk. Für den Großteil der Bevölkerung sind behinderte Kinder diese beiden Gruppen.

    Für die Autisten die Schulassistenz beizubehalten oder ausbauen, da bin ich dafür. In diesen Menschen steckt enormes Potential, der IT-Bereich (siehe den Softwarekonzern SAP) hat die Vorzüge von Autismus erkannt.

    Wenn Schulassistenz für Körperbehinderte nicht ausreichend vorhanden ist und aber Verhaltenskreative bevorzugt werden, dann Gute Nacht, Österreich.
    Es stellt sich vielmehr die Frage, warum es derart viele verhaltensauffällige Kinder gibt. Ungeordnete familiäre Verhältnisse gab es auch früher und wird es immer geben. Das kann nicht der Grund sein. Die Pädagogen können einem leid tun, ihnen wird mehr und mehr die Kompetenz zum Maßregeln entzogen.
    Schlussfolgerung: Der Berufsstand der Psychologen/Psychiater hat zu viel Macht. Immer noch.

  • @Anonym Da stimme ich Ihnen vollinhaltlich zu. Aber wir können das ja nicht nachvollziehen, denn die von Ihnen angesprochenen Kriterien fallen in der Psychologie ja unter den Begriff der Verhaltenskreativität. Also, so schön kann es sich die Menschliche Kreativität drehen und wenden, wie es ihr passt. Vielleicht werden ja in Hinkunft Kinder, die über die nötige Geborgenheit und über die erforderliche Erziehung verfügen, als abnorm eingestuft, dann allerdings kann ich es nur sagen: „Gute Nacht!“ Ich denke, die in den Schulklassen tatsächlich stehenden und mit der Verhaltenskreativität somit konfrontierten Pädagogen/innen würden, so auch das salonfähig wäre, ein „Lied“ darüber zu singen in der Lage sein.

  • PaukSchläger Hofer entdeckt den §175 ABGB….

    Aber noch immer nicht seinen mangelnden Durchblick ad Vernunftfaschisierung §865 ABGB…

  • Schulassistenten für verhaltensauffällige, teils gewalttätige Kinder. Abgesehen von Autisten, brauchen verhaltensauffällige Kinder Assistenz in der Schule? Wäre es nicht an der Zeit, die Eltern dieser Kinder in die Pflicht zu nehmen und einmal generell deren Erziehung zu hinterfragen.