Pfizer erhielt goldene BIENE

Eine goldene BIENE im Wettbewerb um die besten barrierefreien Webseiten erhielt am 8. Dezember 2006 in Berlin die Pfizer GmbH. Von kobinet-Korrespondent Franz Schmahl.

Martin Ladstätter und Niels Rasmussen
kobinet-nachrichten

Das Pharmaunternehmen in Karlsruhe hatte mit vier Behindertenverbänden eine Zielvereinbarung geschlossen, sein Informations- und Kommunikationsangebot im Internet barrierefrei zu gestalten. Auf www.pfizer.de wurden Elemente einer barrierefreien Webgestaltung eingeführt, „für die es bisher keine Beispiele in Deutschland gab“, so Ansgar Hein von anatom5, einem Düsseldorfer Unternehmen, das einem Webangebot in diesem Wettbewerb zu einer BIENE verholfen hat.

Mit einer silbernen BIENE wurde das Stadthaushotel in Hamburg geehrt, wo seit vielen Jahren Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung ihren Gästen einen vorzüglichen Service bieten und nun auch mit einem rundum gelungenen Auftritt im Netz www.stadthaushotel.de um neue Kunden werben können.

Eine Bronze-BIENE ging an das Online-Angebot der Tagesschau in Hamburg. Zu einer wichtigen Informationsquelle auch für behinderte Menschen ist www.tagesschau.de geworden. „Zum ersten Mal wird in den vier BIENE-Wettbewerben nun ein Massenmedium ausgezeichnet“, sagte Jury-Mitglied Martin Ladstätter.

Angesichts der Tagesaktualität der Nachrichten stelle Barrierefreiheit ganz besondere Herausforderungen an die Betreiber eines so großen Portals, meinte der Wiener, der als Journalist für BIZEPS-INFO und die kobinet-nachrichten tätig ist. Er sei beeindruckt, wie gut tagesschau.de diese Aufgabe bewältigt habe. Trotz allem müsse er noch auf Mängel im Bereich des Forums hinweisen, so der Wiener, der selbst die Schwierigkeiten der Behindertenmedien kennt, mit der dynamischen Entwicklung barrierefreier Webgestaltung Schritt zu halten. Niels Rasmussen, stellvertretender Redaktionsleiter von tagesschau.de, ist sich der noch zu lösenden Probleme bewusst. Mit dem Ansporn dieses Preises werde daran gearbeitet, noch besser zu werden.

Die Jury verlieh eine BIENE in Gold dem österreichischen Amtshelfer www.help.gv.at, der im Bundeskanzleramt mit 150 Partnern und dem Ratschlag von Menschen unterschiedlicher Behinderung entstanden ist, die als Experten einbezogen wurden. Mit einem deutschsprachigen Titel wäre die Anregung für deutsche Ämter und Behörden sicherlich noch wirkungsvoller gewesen. Insgesamt hat die Jury 19 BIENEN vergeben. Die 13 Damen und Herren aus Deutschland, Großbritannien und Österreich haben oft kontrovers diskutiert und insgesamt sieben Stunden für ihre Entscheidungen gebraucht. Der BIENE-Wettbewerb zeigt sich immer deutlicher als eine Initiative, die in Wirtschaft und Politik Wirkung erzielt. Für vier Jahre ist das keine schlechte Bilanz.

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