Pflege: Finanzierung gesichert – Pflegestrukturreform weiter offen!

Keine Umwandlung von Geld- in Sachleistungen!

Andreas Khol
Österreichischer Seniorenbund

„Im Zuge des Konsolidierungspaketes wurde nicht nur gespart, es wurden auch nötige Investitionen vorgesehen. So hat Finanzministerin Fekter den Pflegefonds auch für die Zeit nach 2014 – nämlich bis 2016 – mit den benötigten Finanzmitteln ausgestattet. Es wird im Pflegebereich aber nicht reichen, nach mehr Geld und höheren Pflegegeldern zu rufen! Bei Gründung des Pflegefonds wurde eine echte Pflegestrukturreform bis Ende 2012 vereinbart – und diese Vereinbarung muss jetzt halten! Sozialminister Hundstorfer muss umgehend Verhandlungen mit den Sozialpartnern – also auch mit dem Österreichischen Seniorenrat – beginnen. Die Vorschläge des Seniorenrates dazu liegen auf dem Tisch – von automatischer jährlicher Valorisierung des Pflegegeldes über nachhaltige Finanzierung des Systems bis hin zur Neuregelung der Pflege-Ausbildungen und besserer Bezahlung der Pflege(fach)kräfte – wir stehen bereit. Hinzu kommen noch die wichtigen Forderungspunkte aus unserer Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Landesrätin Greti Schmid besonders hinsichtlich der Kompetenzen für Pflegekräfte. Eine Umwandlung des Pflegegeldes in Sachleistungen wird entschieden zurückgewiesen – das lassen wir nicht zu“, betont der amtsführende Seniorenrats-Präsident abschließend zum Thema Pflege, welches für Khol „eines der wichtigsten Reformprojekte des Jahres 2012“ darstellt.

„Wer heuer nicht handelt, will das Thema offensichtlich 2013 dem Wahlkampf aussetzen. Ein Vorgehen, das wir beim Thema Pflege nicht akzeptieren werden“, so Khol abschließend.

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0 Kommentare

  • Andreas Khol täuscht die Betroffenen wenn er sagt „das lassen wir nicht zu“. Tatsache ist vielmehr, dass der ÖVP-nahe Seniorenbund und sein Obmann Khol immer schon zugelassen haben und die ÖVP es seit 17 Jahren mitzuverantworten hat, dass das Pflegegeld durch die schleichende Entwertung (Nichtvalorisierung), durch die Selbstbehaltsregelungen bei den mobilen Diensten und durch die diskriminelle Verweigerung bedarfsdeckender ambulanter Pflegesicherung (über den Zuschuss des Pflegegeldes hinaus) für sozial Bedürftige (und damit durch den Zwang in die „Heime“), längst schon großteils in entrechtende und ineffiziente „Sachleistungen“ umgewandelt haben.
    Jedes weitere Jahr wird dieses üble Spiel im Bereich von weiteren Milliardenbeträgen (!) fortgeführt. Überhaupt läuft hier seit langem einiges gewaltig in die falsche Richtung: http://www.katja.at/?p=3597