Psychische Erkrankungen erstmals in der Einschätzungsverordnung erfasst

Königsberger-Ludwig: Moderne Einschätzungsverordnung bringt deutliche Verbesserungen für behinderte Menschen und Angehörige

Ulrike Königsberger-Ludwig
Parlament

SPÖ-Behindertensprecherin Ulrike Königsberger-Ludwig zeigt sich erfreut über den heutigen Beschluss des Ministerrates, die Voraussetzungen zu schaffen, damit das BMASK die Einschätzungsverordnung den neuen Erfordernissen anpassen kann.
„Das bisherige Gesetz zur Einschätzung des Grades der Behinderung ist 45 Jahre alt und entspricht bei weitem nicht mehr dem aktuellen medizinischen Stand. Die von Sozialminister Rudolf Hundstorfer veranlasste neue, moderne, den aktuellen Gegebenheiten angepasste Einschätzungsverordnung bringt deutliche Verbesserungen für behinderte Menschen und deren Angehörige“, so Königsberger-Ludwig.

Als eine der wesentlichsten Verbesserungen nennt die SPÖ-Behindertensprecherin die Einführung einer funktions- anstelle einer diagnosebezogenen Beurteilung. Außerdem werden mit der Modernisierung erstmals psychische Erkrankungen in der Einschätzungsverordnung erfasst.

„Die Zahl psychischer Erkrankungen ist in den letzten Jahren massiv angestiegen, dies zeigt sich auch im Wandel der Ursachen bei der Invaliditätspension und der Berufsunfähigkeitspension“, so Königsberger-Ludwig, die betont, dass es notwendig sei, auf diese Entwicklung auch dementsprechend zu reagieren und psychischer Erkrankungen nicht zu verharmlosen.

„Befürchtungen, durch die neue Einschätzungsverordnung niedriger eingestuft zu werden und dadurch finanzielle Einbußen zu erleiden, sind völlig unnötig. Vielmehr haben behinderte Menschen die Möglichkeit, freiwillig um Neueinstufung anzusuchen, wenn sie glauben, bisher zu niedrig eingestuft zu sein. Die neue Einschätzungsverordnung wird aber nicht in bestehende Rechte eingreifen“, so Königsberger-Ludwig, die sich abschließend bei den Behindertenorganisationen und dem Bundesbehindertenbeirat für seine Mitwirkung bedankt.

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  • Kann man schwer nachprüfen – durch Psychopharmaka kann man fast jede Geisteskrankheit „künstlich erzeugen“ – ähnlich wie bei illegalen psychedelischen Drogen – warum sollen diese Personen Pflegegeld bekommen? Man könnte einen eigenen Förderfonds schaffen – Psychiatrie-Opferfonds oder so ähnlich.

  • Nach langen und zähen Bemühungen scheint es nun endlich so weit, dass psychisch erkrankte Menschen in der Pflegegeld-Einstufung nicht weiter benachteiligt werden. Ein Lichtblick für viele, die bisher oft erst durch Klagen ein Pflegegeld erhalten haben.

  • ZITAT als These: Ein weiteres Indiz für die Richtigkeit seiner Theorie sieht Marx in der Konstanz der Anzahl der Armen in England, während sich gleichzeitig der Reichtum durch günstige politische und wirtschaftliche Faktoren stark vergrößerte.Mit dem, diese Verarmung nicht aufhaltendem Freihandel bringt Marx einen Anstieg der Kriminalitätsrate und der Anzahl des Auftretens von Geisteskrankheiten in Verbindung.

    Versuch einer Antithese: Die rosaroten Panther haben einen zündende Idee, sind aber so geisteskrank, wie die grünen Bobos!

    Die marxistische Revolution als Synthese: Auch ein BGE wird sie daher nicht heilen! Gelobt sei, was sie hart macht!Es lebe die Revolution der entrechteten Geknechteten! Klassenbewusste aller Länder vereinigt euch!