Pupp will 100% Inklusion an Tiroler Schulen

Wie sind Österreichs Fortschritte bei der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung? Dieser Frage ging die UNO am 2. und 3. September in Genf nach.

Ortschild mit Aufdruck Tirol
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„Die Ergebnisse sind ernüchternd“, meint SP-Bildungssprecher LA Thomas Pupp einleitend und er kritisiert, dass es in Tirol überhaupt noch Sonderschulen gibt und diese sogar im Schwarz-Grünen-Koalitionspapier festgeschrieben sind.

„Jede Tirolerin und jeder Tiroler soll die gleichen Bildungschancen vorfinden. Niemand wird zurückgelassen“, zitiert der SPÖ-Politiker aus dem Schwarz-Grünen-Regierungsabkommen. „Tatsache ist aber, dass ein integratives Bildungssystem im Sinne der UN-Konvention, den Erhalt von besonderen Förderschulen nicht vorsieht“, so die Kritik von LA Thomas Pupp an den Plänen der Regierungsparteien.

Für Pupp steht fest, dass Menschen mit Behinderung von Beginn an als gleichberechtigte Partner angenommen werden müssen und er sieht sich neuerlich bestätigt, dass an der Gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen für alle Kinder kein Weg vorbeiführt. „Erst dann kann man von einer gelungenen Inklusion sprechen“, so Pupp.

Anlässlich des Weltalphabetisierungstages am 8. September lässt Pupp Bildungslandesrätin Palfrader ausrichten, dass die hohe Zahl der Analphabeten richtigerweise durch Frühförderung nachhaltig gesenkt werden kann. „Jedoch nicht ausschließlich im Elternhaus, wie es Palfrader im Rahmen einer Pressekonferenz vorgeschlagen hat. Die ÖVP muss endlich kapieren, dass diese Frühförderung im Elternhaus gerade bei bildungsfernen Schichten nicht stattfindet. Deshalb liegt die Lösung einzig und allein in ganzjährigen und ganztägigen Kinderbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen mit qualifizierten PädagogInnen.“, so Pupp abschließend.

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