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Slowakei: Schadenersatz für drei Roma wegen Zwangssterilisierung

Der slowakische Verfassungsgerichtshof sprach drei Frauen Schadenersatz von je 1.434 Euro zu, weil sie ohne Zustimmung sterilisiert worden waren.

United Press International berichtet, dass die drei Frauen, von denen zwei bei der Operation minderjährig waren, zwischen 1999 und 2001 ohne ihre Zustimmung sterilisiert wurden.

Ihre ersten Anzeigen wurden von der Staatsanwaltschaft in der südostslowakischen Stadt Kosice nicht entgegengenommen. Erst eine Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof wurde rechtmäßig behandelt und führte zu einer Anerkennung des Unrechts, das die drei Frauen erlitten haben.

Die Slowakei, Ungarn, Tschechien, Rumänien und Bulgarien waren schon mehrmals vom in Budapest beheimateten Roma Rights Center (ERRC) verdächtigt worden, ohne Zustimmung der Betroffenen Sterilisierungen durchzuführen. Erst im Sommer 2006 verurteilte CEDAW, das UN-Komitee zur Beseitigung der Diskriminierungen gegen Frauen, Ungarn wegen Zwangssterilisierung einer Roma (siehe Bericht auf englisch).

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