Spatenstich für die komplette Modernisierung Klagenfurt Hbf.

Bis 2005 entsteht eine neue, kundenorientierte Verkehrsstation

ÖBB Bahnhof
BIZEPS

Heute fand in Anwesenheit von Bundesminister Hubert Gorbach, Landeshauptmann Dr. Jörg Haider, ÖBB-Generaldirektor Dipl.-Bw. Rüdiger vorm Walde, Bürgermeister Dfkm. Harald Scheucher, Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler und ÖBB-Programmleiter Bahnhofsoffensive DI Norbert Steiner der Spatenstich für die komplette Modernisierung des Klagenfurter Hauptbahnhofes statt. Bis zum Jahr 2005 werden rund 55 Millionen Euro in eine zeitgemäße Verkehrsstation investiert.

„Durch eine abgestimmte koordinierte Baufolge können wir alle Baumaßnahmen sowohl im Bahnhofsgebäude als auch im Gleis- und Bahnsteigsbereich parallel durchführen und dadurch den Gesamtumbau fast zeitgleich abschließen“, betonte ÖBB Generaldirektor Rüdiger vorm Walde. „In rund 2 1/2 Jahren Bauzeit werden die Kärntnerinnen und Kärntner dann ein neues, attraktives Eingangstor in ihre Landeshauptstadt haben, einen offenen Bahnhof mit einer kundenorientierten Infrastruktur.“

Mehr Kundenkomfort im neuen Bahnhof
Die Bautätigkeiten umfassen die Generalsanierung des Aufnahmegebäudes mit gestalterischen Verbesserungen im Inneren, die behindertengerechte Erschließung der Bahnsteige durch einen neu zu errichtenden transparenten Personensteg, die Schaffung von mehr Komfort im Kundenbereich, zeitgemäße Aufstiegshilfen sowie die Errichtung von optimalen Leit- und Informationssystemen zur Führung der Hauptverkehrsströme. Derzeit weist der Hauptbahnhof eine tägliche Reisendenfrequenz von rund 14.000 Personen auf.

„Nicht zuletzt wegen seiner geografischen Lage ist der Hauptbahnhof Klagenfurt eine der wichtigsten Schnittstellen des österreichischen Schienennetzes im Süden. Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene“, betonte Bundesminister Gorbach. „Im Rahmen der Bahnhofsoffensive werden in den nächsten Jahren 20 Bahnhöfe in ganz Österreich erneuert. Es freut mich ganz besonders, dass der Klagenfurter Hauptbahnhof bereits in der ersten Phase völlig neu und kundenorientierter gestaltet wird.“

Die Bahnhofshalle
Die Bahnsteige und der Personentunnel sind bisher aus der Bahnhofshalle kommend nur über den Hausbahnsteig – ohne Aufstiegshilfen – erreichbar. Ziel der Bahnhofsoffensive ist, die Erreichbarkeit der Bahnsteige und die Übersichtlichkeit innerhalb des Bahnhofes zu optimieren. Durch die bauliche Öffnung der Stirnseiten der Bahnhofshalle – hier werden große Glasfenster eingebaut – betreten die Kunden künftig eine lichtdurchflutete Halle, in der eine leichte Orientierung möglich ist.

„Der neue Bahnhof wird für tausende Pendler, Schüler und Reisende eine deutliche Verbesserung darstellen. Und die gestiegene Anzahl an Geschäften bringt nicht nur für die Reisenden, sondern auch für die Anrainer mehr Lebensqualität. Außerdem stellt das Projekt Bahnhofsoffensive einen wichtigen Impuls für die Kärntner Wirtschaft dar“, freute sich Landeshauptmann Dr. Jörg Haider über den Startschuss der Bahnhofsoffensive.

Der neue Personensteg
Vom neuen Personensteg aus sind alle Bahnsteige, die Bahnhofshalle und die Bahnstraße mittels Lift erreichbar. Zwei Rolltreppen gehen von der Bahnhofshalle und jeweils eine Rolltreppe von den Inselbahnsteigen zum Steg. Reisende, die auf ihre Züge warten, haben daher die Möglichkeit witterungsgeschützt im breiten hellen Personensteg zu verweilen. Der Steg hat auch einen großen innerstädtischen Nutzen, da er behindertengerecht über Lifte den Stadtteil St. Ruprecht mit dem Bahnhofsvorplatz bzw. den Weg zum Zentrum verbindet. „Der neue behindertengerechte Personensteg und das Kundenleitsystem im neuen Klagenfurter Hauptbahnhof verbessern nachhaltig die Mobilität der über 14.000 Bahnreisenden in der Verkehrsdrehscheibe Klagenfurt“, stellte Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler fest.

Höhere Bahnsteige und neue Bahnsteigdächer
Im Zuge des Gesamtumbaues werden alle Bahnsteige auf 55 cm über Bahnsteigkante angehoben, wodurch ein bequemes Aus- und Einsteigen in die Züge ermöglicht wird. Weiters werden alle Bahnsteigdächer erneuert. Außerdem ist für sehbehinderte Fahrgäste ein taktiles Blindenleitsystem vorgesehen.

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0 Kommentare

  • Schön langsam beginnt auch die ÖBB umzudenken, nachdem Sie ja die behindertengerechten Wagone der Jenbacher Werke (die ÖBB hätte bei der letzten Bestellung behindertengerechte Wagone ohne einen Mehrkostenaufwand bekommen können, wäre ein Wille bestanden, da die Pläne, das Know How für die Wagone bereits für einen skandinavischen Auftrag existierten) abgelehnt hatte!!!