Tag der Behinderten im Jahr der Menschenrechte

Noch immer werden in der Schweiz jedes Jahr hunderte von kleinen Kindern von Ihren Geschwistern und Eltern getrennt, aus der Nachbarschaft entfernt und in Heime gesteckt. Eltern, die ihre Kinder selber pflegen wollen werden dafür bestraft.

Noch immer werden tausende Menschen mit Behinderungen in der Schweiz wie Ware „versorgt“, viele lebenslänglich ohne Recht auf Selbstbestimmung, Intimsphäre, Wahl des Wohnortes, Teilnahme an der Gesellschaft oder Begnadigung.

Noch immer gibt es in der Schweiz mehr behindertenreine Primar – , Mittels-, Berufs- und Weiterbildungsschulen als solche, die allen Menschen gleichermassen offen stehen.

Noch immer sind in der Schweiz 9 von 10 Arbeitsplätzen, Läden, Restaurants, Kinos, Hotels, Sportanlagen, Wohnungen, Gemeindeanlagen und öffentliche Transportmittel für Menschen mit Behinderungen verschlossen.

Noch immer betrachtet die offizielle Schweiz es als völlig selbstverständlich und ehrenhaft, dass Schulen, Heime und Sonderanstalten für Behinderte von Almosen abhängig sein sollen.

Noch immer sind fast alle TV-Sendungen auf allen Fernsehstationen der Schweiz für hörbehinderte Menschen nicht zugänglich. TV DRS will sogar die einzige endung für Hörbehinderte streichen.

Noch immer bringen SBB und andere Träger des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz es fertig, neues Rollmaterial in Betrieb zu nehmen, welches Behinderte nicht ohne fremde Hilfe und Entwürdigung benutzen können.

Noch immer wird in der Schweiz ein X-faches mehr an Geld ausgegeben, um Menschen mit Behinderungen wie kriminelle Parasiten zu kontrollieren und ihre Lebenssituation auf das absolute Minimum einzugrenzen, als für die Veränderung ausgrenzender Strukturen.

Wann wird die Schweiz die Menschenrechte auch denen zugestehen, für die sie eigentlich geschrieben wurden? Wir hoffen, dass eines Tages weder ein „Jahr der Menschenrechte“, noch ein „internationaler Tag der Behinderten“ mehr nötig sein werden.

Sie können etwas dafür tun !

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