Urlaub bei Lebenshilfe Salzburg gestrichen

Enttäuschung und Unverständnis macht sich breit bei vielen in Einrichtungen der Lebenshilfe wohnenden Menschen mit Beeinträchtigungen.

Tafel mit dem Aufdruck Salzburg
BilderBox.com

Die finanzielle Situation der Lebenshilfe Salzburg ist angespannt, wie man aus Medien und kurzen Informationsschreiben der Einrichtungen erfährt.
Offensichtlich reichen die mit dem Land ausverhandelten Förderungen nicht mehr aus, um das bisherige Angebot ungeschmälert aufrecht zu halten.

Natürlich wird jetzt noch keine Wohneinrichtung geschlossen, kein Tageszentrum verkleinert oder die Beratungsstunden eingeschränkt. Nein, sichtbar wird vorerst beim Urlaub für die BewohnerInnen gespart.

War das Streichen des Urlaubs mit dem Subventionsgeber abgestimmt und hat das Land Salzburg diese Einbußen bei den Leistungen wissentlich in Kauf genommen? Sind es betriebswirtschaftliche Überlegungen der Lebenshilfe, denen das Erholungs- und Erlebnisprogramm zum Opfer fiel?

Für die BewohnerInnen ist dies einerlei. Was bleibt, ist eine zusätzliche Benachteiligung von Menschen mit Beeinträchtigung. Partizipation und gesellschaftliche Teilhabe, Umsetzung der UN-Behindertenkonvention und Normalisierungsprinzip – All diese Prinzipien moderner Sozial- und Menschenrechtspolitik dürfen in Salzburg nicht durch Kürzungen gefährdet werden.

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0 Kommentare

  • Es kann nicht wahr sein, dass Menschen mit einer Beeinträchtigung die Möglichkeit eines Urlaubs verweigert wird. Die UN- Behindertenkonvention muß Schritt für Schritt umgesetzt werden. Es darf keine Rückschritte geben.
    Ich hoffe auf eine positive Lösung für die Betroffenen, für die ein Urlaub
    ein Glanzpunkt in ihrem Leben ist.

  • Je größer die LH.- das System, je größer die Abscheulichkeiten gegen MmB. u. Angehörige…
    nix is` mit der besonders von der LH. großgepriesenen UN-Konvention, Inklusion u. was sie sich sonst noch auf ihre Fahnen heften, siehe Aussendungen!!
    Das ist eben die Realität,….
    wenn auch das Land mehr Geldmittel zur Verfügung stellen würde, gäbe es vielleicht wieder für die LH. tolle Prestigeprojekte….aber was helfen die den MmB.?

  • Warum eigentlich muss die Lebenshilfe die Ausgleichstaxe in Höhe von 67.000 EUR bezahlen? Warum bitte stellen sie keine Menschen mit Behinderung ein? Ach ja, das alte Lied …. „bei uns meldet sich ja niemand“. Schon Mal was von aktiver Arbeitnehmer*innensuche gehört?
    Ach ja und auch die Barrierefreiheit ist schuld, die da plötzlich und völlig überraschend so über Nacht ins Land gesegelt ist!
    Die Lebenshilfe ist der größte Subventionsempfänger im Land Salzburg. Es wird von 29 (!) Millionen pro Jahr gesprochen. Dennoch reicht das nicht? Das beweist, wie groß dieses System schon geworden ist. Die Geister die ich rief …

  • Na, so was , keinen Urlaub … man soll sich doch mal die „Abscheulichkeiten“ ansehen, die die LebensHILFE sonst so treibt, mit Eltern, die es wagen, aufzumuxen, kritisch zu sein, wenn vielleicht einmal etwas nicht passt usw. usw. …
    DA könnte es Einem kalt über den Rücken laufen!!!! in diesem Sinne… heuer kein Urlaub … bitte ja nicht aufmuxen …

  • Nachtrag: http://sn-data.s3.amazonaws.com/2016_01_23/xks2302_Lokalausgabe_2_ALUU3PAWD6.pdf – das ist der Bericht in den SN. WARUM führt die LH als Problem die Ausgleichstwaxi an? Behinderte Menschen einstellen, WAS ist daran so schwer???

  • Sehr geehrte Hr. Mag. Krammer! Die Überschrift ist cool gewählt, aber ziemlich irritierend, wie ich finde, denn ich dachte an arbeitsrechtliche Probleme…;-) Mich würde – gleich wie Petra Flieger – interessieren, was da die Hintergründe sind.
    Sollten finanzielle Probleme der Grund sein: BITTE UM KOSTENTRANSPARENZ. LR Schellhorn setzte sich für ein Persönliches Budget ein. Bitte, her damit, dann wäre eine Nichtfinanzierbarkeit eines Urlaubs und dessen Ursache garantiert transparenter…

  • Urlaub gestrichen;
    das kleinste Problem, würde ich meinen, nach dem was sich sonst so abspielt
    in der sogenannten lebens- HILFE!!!!
    Vielleicht auch einmal DAS zu sprechen!!!
    In diesem Sinne : „fahren wir hald heuer nicht in URLAUB…………………

  • Mir ist nicht klar, was das konkret heißt: Haben die behinderten Menschen keinen Urlaub von der Beschäftigungstherapie? Oder fahren sie, wenn sie in Wohneinrichtungen leben, nicht mehr auf Urlaub? Genauere Infos wären da hilfreich.

  • URLAUB VON WAS , BITTESCHÖN ! ?

    Mir kommen kübelweise die Tränen : “ UR – LAUB “ gestrichen bei dieser angeblichen “ LEBENS – HILFE “ , die annähernd 700 Klienten hier in Salzburg in Wohnheimen und Werkstätten von der bösen und gefährlichen Normalwelt wegsegregiert !!!

    “ UR – LAUB “ bitteschön von Was ??? Ist etwa die “ Unterbringung “ nach § 12 SBG ( Salzburger Behindertengesetz )in den perfekt behübschten Kleinghettos und die völlig stressfreie Zeittotschlagerei in den Werkstätten so anstrengend , dass sich daraus ein Bedarf nach “ UR – LAUB “ ergibt ???

    Führen wir doch bitte konsequent und absolut ausnahmslos das SCHWEDISCHE MODELL der echten Inklusion ein : striktes Verbot jedweder Form von “ Unterbringung “ in diskriminierenden Anstalten , Heimen und auch in noch so perfekt getarnten Wohngruppen ! Jeder Klient bekommt ausnahmslos eine eigene Wohnung und die Betreuer kommen zum Klienten .

    Ausnahmslos jeder Klient bekommt für sämtliche erforderlichen Unterstützungsleistungen das bare Geld auf sein eigenes Konto , das mit Unterstützung durch bestens geschulte Budgetassistenten geführt wird . Dann wird echter “ UR – LAUB “ vom Klienten selbst nach Lust & Laune mithilfe seiner persönlichen Assistenten geplant und durchgeführt .

    In den kleinen ( lokalen ) “ SALZBURGER NACHRICHTEN “ vom vergangenen Samstag war auf S. 2 und 3 eine umfangreiche Reportage von Redakteur Stefan VEIGL über die endlosen finanziellen Probleme bei sämtlichen Großorganisation , die hier tätig sind , ganz egal wie sie heißen mögen : Caritas , Diakonie , Hilfswerk , Lebenshilfe , Volkshilfe ………Das kommt davon, wenn man unablässig riesige Organisationen aufbaut , hunderte Personen fix anstellt mit astronomischen Kosten , eine Hierarchie aufbaut mit Unmengen von studierten Obergschaftlern & Wichtigtuern !

    WO BLEIBT DER GROSSE AUFSTAND , WO BLEIBEN DIE PERSÖNLICHEN ASSISTENTEN HIER IN SALZBURG ???