Verein SiM mit SozialMarie 2017 ausgezeichnet

Unterstützen, sichtbar machen und resozialisieren anstatt wegsperren - Innovatives Projekt für Häftlinge mit psychischer Erkrankung jetzt ausgezeichnet

Selbst- und Interessensvertretung zum Maßnahmenvollzug gewinnt SozialMarie 2017
SiM

Sie werden von der Gesellschaft oft mit Geringschätzung und Misstrauen betrachtet. Die Rede ist von Personen, die von der Justiz als geistig abnorme Rechtsbrecher bezeichnet werden, also Häftlingen mit psychischen Erkrankungen.

Der Verein „SiM“ möchte diese Personengruppe sichtbar machen und zeigen, dass sie resozialisierungsfähig sind.

„SiM“ steht für Selbst- und Interessensvertretung zum Maßnahmenvollzug und wurde von ehemaligen Häftlingen gegründet. Er unterstützt Personen, die im Maßnahmenvollzug untergebracht sind, auf ihrem Weg zur Resozialisierung.

SiM mit einer SozialMarie geehrt

Dieses Jahr können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SiM besonders freuen. Ihr Engagement wurde am 1. Mai 2017 mit der SozialMarie, dem Preis für soziale Innovationen in Europa, geehrt.

Markus Drechsler, Obmann von SiM, ist stolz und informiert BIZEPS:„Wir setzen uns seit nunmehr einem Jahr für die Rechte von Untergebrachten und für die Information von Angehörigen und der Zivilgesellschaft ein. Die Auszeichnung durch die SozialMarie zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind und gibt den vielen ehrenamtlichen Helfern Motivation, die schwierige Arbeit fortzusetzen“.

Alle PreisträgerInnen der Sozialmarin 2017
Unruhe Privatstiftung

Was macht der Verein SiM?

Der Verein bietet Hilfe und Unterstützung bei persönlichen Angelegenheiten, wie zum Beispiel Organisation von Besuchsdiensten, Rechtsbeistand und Haftentlassung. Neben der persönlichen Hilfe ist auch die Verbesserung der gesellschaftlichen Wertschätzung von Häftlingen mit psychischer Erkrankung ein wichtiges Ziel des Vereins.

Durch die umfassende Medienarbeit entstand zum Beispiel das Insassenmagazin „Blickpunkte“ und ein Buch zum Maßnahmenvollzug. Um ihre Klientinnen und Klienten optimal unterstützen zu können, arbeiten derzeit neben vier ehemaligen Untergebrachten, drei Angehörigen und zwölf ehrenamtlichen Unterstützern noch Sozialarbeiter, Psychologen und Juristen in dem Verein mit.

Umfassende Kooperationen

Wichtig zur Erfüllung ihrer Aufgabe ist auch die umfassende Kooperation des Vereines mit anderen Stellen und Organisationen. Das beinhaltet laufenden Kontakt mit dem Justizministerium und natürlich die Mitarbeit in den Kommissionen des Monitoringausschusses zur Überwachung der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Diese bildet auch die Grundlage ihrer Arbeit.

Weiters heißt es in der Projektbeschreibung„Wir kooperieren außerdem mit anderen Einrichtungen und Institutionen, die sich mit dem Maßnahmenvollzug beschäftigen. Dazu gehören Behindertenrechtsorganisationen wie BIZEPS, Sachwalterschaftsvereine wie das VertretungsNetz, die Patientenanwaltschaft, Nachbetreuungseinrichtungen und sowie die Rechtsanwaltskammer und deren Mitglieder.“

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