Wie schwer darf ein Computerspiel sein?

Damit alle Menschen ihr Spiel spielen können, will das Entwicklerduo des Spiels Psychonauts 2 eine Option für Unbesiegbarkeit einbauen. Damit wird die Debatte rund um die Schwierigkeitsgrade neu aufgewärmt.

Luigi Super Mario
Alexas_Fotos auf Pixabay

Computerspiele haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Es gibt Spiele, die so schwer sind, dass sie nur für erfahrene Spielerinnen und Spieler spielbar sind.

Psychonauts ist ein Spiel rund um Raz, der ein Psychonaut werden will und dabei einer Verschwörung auf die Spur kommt. Hinter dem Spiel steht das Entwicklerstudio Double Fine. Das hat jetzt angekündigt, bei Psychonaut 2 einen Schalter einzubauen, der die Spielerinnen und Spieler unbesiegbar macht.

Schwierig vs. Inklusiv

Wie auf GamePro zu lesen ist, wird mit dem Gamefeature der Unbesiegbarkeit eine alte Debatte in der Gamerszene neu aufgewärmt. Auf dem Twitteraccount von X-Box heißt es: „ein Spiel mit dem einfachsten Schwierigkeitsgrad durchzuspielen bedeutet immer noch ein Spiel durchzuspielen“.

Die Antworten auf diesen Tweet zeigen, dass die Meinungen hierzu auseinandergehen. „Schwierig ist besser“, sagen die einen. Andere finden Schwierigkeitsgrade seien ein Nachteil, da sie auch ein Spiel ruinieren können. Es ist nichts verkehrt an einem Mode, der mehr Spielern das Spielen zugänglich macht, tweeted jemand. Es kommt ganz darauf an, worum es einen beim Spielen geht. Wenn es einem darum geht, die Geschichte des Spiels zu erleben, dann sollte man die Gelegenheit haben, ohne Stress in eine Spielwelt eintauchen zu können. Wichtig sind nicht nur einfache Schwierigkeitsgrade, sondern die Spiele möglichst barrierefrei zu gestalten. Vor diesem Hintergrund ist auch der Unbesiegbarkeits-Modus bei Psychonaut 2 zu sehen.

In einem Tweet schreiben die Entwickler: „Alle Leute sollten in der Lage sein, Spiele zu genießen; alle Altersgruppen, alle möglichen Bedürfnisse. Es ist ein andauernder fortlaufender Prozess für unsere Industrie und eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen“.

Auch Horrorspiele sollen stressfreier werden

Die Unverwundbarkeit ist längst nicht das Einzige Feature, mit dem man Spiele zugänglicher machen will. Wie in einem weiteren Beitrag berichtet wird, arbeitet Frictional Games für ihr Survival Horror Computerspiel Amnesia an einem weniger gruseligen Modus, der das Spiel zugänglicher machen soll. Die Änderungen bestehen zum Beispiel darin, dass die Monster in dem Spiel nicht mehr aktiv angreifen. Statt Horror soll es mehr Rätsel geben. Dieser Modus soll die ängstlicheren Spielerinnen und Spieler erreichen.

Profitieren auch Spielerinnen und Spieler mit Behinderungen davon?

Melanie Eilert, eine Spielerin mit spinaler Muskelatrophie meint hierzu, dass es nicht unbedingt immer sinnvoll ist, komplett auf Kämpfe mit Monstern zu verzichten, wenn dadurch zu viel vom Spiel verloren geht. Eine Lösung bestünde für Melanie auch in verschiedenen Abstufungen der Schwierigkeit.

Fazit: Verschiedene Schwierigkeitsgrade oder andere Modifikationen sind durchaus sinnvoll, um zum Beispiel ein Spiel kennenzulernen. So können möglichst viele in die Spielewelt eintauchen. Mit der Wählbarkeit der Schwierigkeit profitieren erfahrene und weniger erfahrene Spielerinnen und Spieler gleichermaßen. Um auch die Community von Menschen mit Behinderungen zu erreichen, ist es auch wichtig, die Barrierefreiheit von Spielgeräten und Konsolen zu gewährleisten.

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