Wir forderen: Gleichstellung für behinderte Menschen

Die politisch wichtigste Unterschriftenaktion seit 1986 wurde im Frühjahr dieses Jahres begonnen und geht in diesen Wochen in die Zielgerade.

Ging es damals vor allem um die Gleichstellung mit den Kriegsopfern im Bereich der Pflegegelder, die wir zwar nicht zur Gänze aber dennoch in einem beträchtlichen Ausmaße erkämpfen konnten, so geht es diesmal um weit mehr: Es geht um die Grundlagen für unser gesamtes Leben, es geht darum, daß wir in Zukunft nicht mehr in unseren Grundrechten eingeschränkt werden und darum, nicht mehr länger diskriminiert zu werden.

Wir wollen gesetzliche Regelungen, welche die Voraussetzung dafür schaffen, mit nichtbehindertem Menschen gleichgestellt zu werden.

Immer noch können nicht alle behinderten Kinder gemeinsam mit nichtbehinderten Kindern den Kindergarten oder die Schule besuchen, immer noch sind behinderten Jugendlichen zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten nicht zugänglich, immer noch werden behinderte Menschen im Berufsleben diskriminiert, immer noch sind öffentliche Gebäude aber auch Geschäfte für RollstuhlfahrerInnen nicht zugänglich, immer noch können öffentliche Verkehrsmittel von gehbedinderten Menschen nicht benützt werden, immer noch stehen für gehörlose Menschen keine GebärdendometscherInnen zur Verfügung, immer noch werden blinde Menschen am Betreten von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen gehindert, weil sie auf einen Blindenhund angewiesen sind und immer noch werden geistig behinderte Frauen ohne ihre Zustimmung sterilisiert (diese Aufzählung ließe sich noch beliebig fortsetzen).

Damit muß nun endlich Schluß sein! Daher fordern wir gesetzliche Regelungen die sicherstellen, daß behinderte Menschen aus keinem Lebensbereich mehr ausgeschlossen und mit nichtbehinderten Menschen gleichgestellt werden. Wir fordern weiters, daß wir diese Rechte auch einklagen können.

Diese Unterschriftenaktion trägt den Titel „Resolution für ein Gleichstellungsgesetz“, und soll anschließend dem Nationalrat in Form einer Resolution übergeben werden.

Je mehr Unterschriften wir sammeln desto besser sind unsere Chancen, eine gesetzliche Regelungen zu erreichen. Daher rufen wir alle LeserInnen auf, möglichst aktiv mitzuwirken – Unterschriften können Sie bei uns anfordern.

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