Wir sind darüber sehr entsetzt!

Das ist unsere Meinung zu einem Text, den Herr Thomas Trenkler am 2. März 2011 in der Zeitung Der Standard geschrieben hat.

WIBS - Team
WIBS

Hallo Herr Thomas Trenkler!

Wir haben Ihren Text über den Wurlitzer gelesen. Wir sind darüber sehr entsetzt!

Mit diesem Text machen Sie sich über uns Menschen mit Lernschwierigkeiten und unsere Bedürfnisse lustig.

Alle Menschen haben dieselben Rechte. Auch wir Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Wir haben das Recht, in allen Lebensbereichen dabei zu sein. Wir haben das Recht ins Museum zu gehen. Wir haben auch das Recht Konzerte zu besuchen.

Damit wir über diese Angebote Bescheid wissen, brauchen wir Informationen in leichter Sprache. Darauf haben wir ein Recht!

Das steht auch in verschiedenen Gesetzen. Zum Beispiel im Bundesbehindertengleichstellungsgesetz. Dieses Gesetz gibt es übrigens auch in leichter Sprache!

Mit dem Text, den Sie im Standard geschrieben haben, verstoßen Sie gegen dieses Gesetz. Sie beleidigen damit direkt uns Menschen mit Lernschwierigkeiten. Sie verletzen mit Ihren Worten unsere Würde.

In schwerer Sprache nennt man das eine unmittelbare Diskriminierung. Deswegen überlegen wir uns jetzt, eine Schlichtung mit Ihnen zu machen.

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0 Kommentare

  • Ich finde den Artikel im Standard auch beleidigend ud herablassend.-Auf zu Schlichtung! Viel Glück dabei!!

  • Eine Forderung nach einer Kündigung erachte ich ebenfalls als überzogen! Gratulation allerdings dazu, dass Ihr ein Schlichtungsverfahren anstrebt!
    Ich kenne andere Mitarbeiter vom Standard (Leiter der Online-Redaktion) sowie einen im Bereich der Software-Entwicklung Beschäftigten persönlich und ich habe diese beiden Personen anlässlich meiner Vorsprache vom März 2009 als ausserordentlich aufgeschlossene und keinesfalls behindertenfeindliche Menschen erlebt. Vielleicht sollte sich Herr Trenkler in diesem Büro seiner Kollegen einmal kurz zu einem Reflexionsnachhilfetraining einfinden*gg*!

  • Eine Schlichtung ist wichtig, damit mit Hrn. Trenkler darüber geredet werden kann. Ich hoffe, er versteht das und macht seine Arbeit dann besser. Für Fairness bin auch ich, deshalb nicht gleich nach einer Kündigung rufen.

  • Liebes Team von WIBS! Herr Trenkler muss sich bei allen Menschen mit Lernschwierigkeiten entschuldigen. Diese Entschuldigung muss im „Standard“ so untergebracht werden, dass sie von möglichst vielen Menschen gelesen wird. Deshalb finde ich es sehr gut, dass Sie eine Schlichtung überlegen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

  • Die Empörung über die Abwertung von Menschen mit Lernschwierigkeiten ist sehr berechtigt!

    Aber auch Einiges im Text von Herrn Trenkler. Denn darauf hinzuweisen, dass dieser Text eine unnötige „Vereinfachung“, m. E. eine Verhöhnung von MmB darstellt, ist genau so wichtig. Der Text ist nicht einfach und verständlich, sondern eine Verhöhnung!

    Drei- un Vierwortsätze, die immer wieder dasselbe Subjekt aufweisen, sind eine grobe Verarschung, das hat mit Barrierefreiheit nichts zu tun. Und die stammt nicht von Herrn Trenkler.

    Seine arrogante und diskriminierende Art bliebt dabei weiterhin anzuprangern. Ihn deshalb gleich zu kündigen zu wollen, halte ich für übertrieben.

    Vielleicht ist er ja lernfähig. und wegen eines „angeblichen“ falschen Zitats vor Jahren (Welches bitte? Ist das überprüft worden?) ist er keineswegs ein Wiederholungstäter. So fair sollten wie bleiben, bei aller berechtigter Empörung.

  • Der STANDARD sollte sich von Herrn Trenkler trennen. Herr Trenkler ist mir übrigens schon vor Jahren aufgefallen, weil er einen Interviewpartner falsch zitiert haben soll und es deswegen einen Wirbel gegeben hat.

  • Ich war auch entsetzt. Außerdem ist geistig behindert nicht gleich geistig behindert. Es gibt Personen, die lediglich Lernschwierigkeiten haben, die mit dem Freud-Museum keine Schwierigkeiten haben, wenn man es in allgemein verständlicher Form erklärt.

    Außerdem bei Konzerten braucht man keinen hohen IQ, um der Darbietung folgen zu können. Es gibt aber auch andere Behindertengruppen, die eine derartige Solidarität dringend brauchen (chronisch Kranke, psychisch Beeinträchtigte), wo sogar öffentliche Instutionen gegen das Diskriminierungsverbot offen verstoßen dürfen, ohne dass dies Konsequenzen hat.

  • Bravo WIBS! Meiner Meinung nach die beste Art, wie mensch mit solchen öffentlichen Texten umgehen kann. Ich wünsche euch Erfolg, wenn ihr eine Schlichtung macht, und bei dem Herrn Trenkler hoffe ich auf ein Umdenken.

  • Auch ich Martin Josef Müller bin enttäuscht und wütend das sich Herr Thomas Trenkler vom Standard über uns Menschen mit Lernschwierigkeiten lustig macht! Ich bin selbst ein Betroffener.