WKÖ: Modell der 24-Stunden-Pflege hat sich bewährt – Abschaffung würde allen Beteiligten schaden

Zwingende Anstellung aller Betreuer würde Kosten verdoppeln - Aus für tausende Betreuungsplätze oder Flucht in die Schwarzarbeit wären die Folge

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„Wie die Fakten zeigen, besteht kein Grund, das funktionierende Modell der selbständigen Personenbetreuung abzuschaffen. Eine Änderung wäre teurer und würde allen Involvierten schaden“, kommentiert Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heute vom Hilfswerk Österreich präsentierten Ergebnisse einer Studie zur 24-Stunden-Pflege.

Demnach hat sich das seit 2007 geltende System, das die Erbringung auch durch selbständige Personenbetreuer ermöglicht, für alle Beteiligten bewährt.

„Das ÖGB-Modell einer zwingenden Anstellung aller Betreuer wäre für alle Betroffenen ein trojanisches Pferd“, so Gleitsmann. Die notwendige Anstellung würde die Kosten verdoppeln, was wiederum die Pflegebedürftigen treffen würde. Letztlich würden auch nicht die Trägervereine zu Arbeitgebern der Personenbetreuer mit allen Rechten und Pflichten, sondern die Pflegebedürftigen, nach denen sich ja Leistungsort und Leistungszeit richten.

Tausende Betreuungsplätze würden aufgrund der Kostensteigerung wegfallen oder in Schwarzarbeit zurückfallen. „Alle Beteiligten hätten mehr Schaden als Nutzen. Auch den Personenbetreuern, die mit dem System zufrieden sind, würde mit der Abschaffung des jetzigen Modells einen Bärendienst erwiesen“, warnt Gleitsmann.

Für die Tätigkeit der Personenbetreuung sei durchaus auch selbständiges Agieren notwendig, weshalb diese, wie auch der Oberste Gerichtshof bestätigt hat, jedenfalls auch in selbständiger Form durchführbar ist.

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