Julia Wolkerstorfer gewann ÖZIV-Medienpreis 2009
Bereits zum vierten Mal wurde am 3. November 2009 in Wien der ÖZIV-Medienpreis für herausragende Berichterstattung über Menschen mit Behinderung vergeben. 40 Einreichungen wurden von der Jury bewertet; so viele wie noch nie.
Julia Wolkerstorfer für "Medienfreaks in London"
Wolkerstorfer, die auch bei Freak-Radio mitarbeitet, interviewte dafür Damon Rose, der für die BBC als Redakteur arbeitet und blind ist, die Gründerin einer deutschsprachigen Zeitung in Großbritannien, Christiane Link sowie Mat-Fraser, der in London als Comedian auftritt.
Der von ihr geschaffene TV-Beitrag ist außergewöhnlich gut und es gelang ihr damit, ein positives und interessantes Werk zu schaffen; meinte nicht nur die Jury.
Der ORF, der nicht unwesentlichen Anteil an der Ermöglichung des TV-Beitrages "Medienfreaks in London" hatte, konnte sich bisher noch nicht dazu durchringen, ihn auf ORF 1 oder ORF 2 in Österreich auszustrahlen.
Marlies Neumüller für "Menschen nach Maß - von Normen und Abweichungen"
Für ihre vierteilige Ö1-Radiokolleg-Reihe "Menschen nach Maß - von Normen und Abweichungen" wurde Mag.a Marlies Neumüller eine ehrende Anerkennung zugesprochen. Die Sendungen wurden vom 17. bis 20. November 2008 im Ö1-Programm ausgestrahlt.
Ihre Leistung war, hörenswerte Sendungen, "die philosophisch sind" und einen zum Nachdenken bewegen, zu schaffen. Neumüller gewann für ihre journalistische Tätigkeit schon im Jahr 2004 den EU-Journalistenpreis "Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung".
Jury
Auch die heurige Jury des ÖZIV-Medienpreis bestand wieder aus hochkarätigen Journalistinnen und Journalisten unter dem Juryvorsitzenden Fred Turnheim, dem Präsidenten des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC).
Er war es auch, der den ÖZIV-Medienpreis an Julia Wolkerstorfer überreichte und in der Laudation festhielt, dass die Quantität und Qualität der heuer eingereichten Beiträge wieder jene des Vorjahres übertroffen hatte.
ÖZIV-Medienpreis: Die ersten vier Jahre
Den ersten ÖZIV-Medienpreis im Jahr 2006 erhielt Isabella Straub von der Kleinen Zeitung für ihren Beitrag "Die Prinzessin und die Erbse".
Im Jahr darauf wurde David Krutzler für seinen ORF-Betrag "Blinde Juristin" ausgezeichnet. (Anerkennende Auszeichnung für Inge Baldinger für den Artikel "Sisis Seelenverwandte hat Sorgen" in den Salzburger Nachrichten)
Die Ö1-Journalistin Dr. Karin Lehner gewann für den ORF-Radiokolleg Beitrag "Inselbegabte. Autismus im Wandel" im Jahr 2008. Anerkennungspreise gingen an Markus Müller (ebenfalls Ö1) und Inge Maria Limbach (Heute in Österreich).
Heuer erhielt Julia Wolkerstorfer für die TV-Dokumentation "Medienfreaks in London" den Medienpreis und Marlies Neumüller für "Menschen nach Maß - von Normen und Abweichungen" eine ehrende Anerkennung.
Weitere Informationen: Medien - beh. Menschen, Freak-Radio, ORF
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Murmlinger · 7. November 2009 22:55 Uhr
meia · 7. November 2009 13:16 Uhr