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Text: Martin Ladstätter · 2. Juli 2010 06:34 Uhr

Gleichstellungsdialog im Parlament

Der ÖVP-Behindertensprecher, Dr. Franz-Joseph Huainigg, lud am 29. Juni 2010 zu einem Gleichstellungsdialog unter dem Motto: "Schulische Integration beginnt bei den LehrerInnen" ein.

Gleichstellungsdialog (Huainigg, Rauch, Astl)

"Schulische Integration und deren Weiterentwicklung wird in der Politik intensiv diskutiert", begründete Huainigg die Initiative und erinnerte an das aktuellen Regierungsprogramm, in dem u.a. festgehalten ist:

  • Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf bestmöglich in das Schulsystem integrieren
  • Weiterführung der Integration nach der 8. Schulstufe
  • Integration als wichtiger Teil der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung sowie der Weiterbildung: Evaluierung der Lehrpläne an den Pädagogischen Hochschulen

Er plädierte in seinem Eingangsstatement "für eine Schule für alle mit allen" und unterstrich die Wichtigkeit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. "Jedes Kind wird entsprechend seinen Fähigkeiten gefordert und gefördert", so die Zielvorstellung, wie sie Huainigg im Rahmen des Gleichstellungsdialoges formulierte. (Fotos der Veranstaltung)

Thematische Inputs

Claudia Rauch von der Pädagogischen Hochschule Wien und Roland Astl von der Sonderpädagogischen Beratungsstelle beim Bezirksschulrat Reutte hielten für die Diskussionen "Zulassung von Menschen mit Behinderungen zu pädagogischen Ausbildungen" sowie "Weiterentwicklung der schulischen Integration/Inklusion" in Referaten ihre persönlichen Erfahrungen fest.

Anschließend hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und über das Thema ausführlich zu diskutieren.

Minsterium planlos

Ernüchternd waren die Wortmeldungen der Vertreterinnen des Bildungsministeriums. Es wurde recht schnell und deutlich klar, dass das Ministerium offenbar keinen Plan zur Beendigung der gröbsten Diskriminierungen hat. Man scheint sich dort in den letzten zwei Jahren seit Unterzeichnung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen keine konkreten Gedanken über die Umsetzung von Inklusion gemacht zu haben.

Außer freundlich formulierten, unverbindlichen Statements und der Ankündigung weiterer Schulversuche, konnten die Vertreterinnen des Bildungsministeriums wenig Neues berichten.

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Gertrude Sladek · 4. Juli 2010 17:09 Uhr

Eine wertvolle Überlegung, in der ich den wahren Grund für die Reduktion auf lediglich freundliche und unverbindliche Statements erkennen kann, ließe sich beispielsweise auf www.profil.at im satirischen Beitrag mit dem Titel "Budgetdisziplin" von Rainer Nikowitz herauslesen. Viel Spaß für etwaige Interessenten an dieser Genialität! Tja, die Satire ist halt soooooooo knapp an der Realität dran!

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