200.000 „Geisteskranke“ von Nationalsozialisten ermordet

Der Weltkongress der Psychiatrie beschäftigt sich auch mit der "Psychiatrie im Nationalsozialismus"

Rund 200.000 Menschen sind von 1939 bis 1945 im nationalsozialistischen Deutschland ermordet worden, weil sie psychisch krank oder geistig behindert waren, berichten die Salzburger Nachrichten. Die Psychiatrie war in diese grauenhaften Vorgänge tief verstrickt. Darüber besteht heute Einigkeit unter den Historikern.

Nach Kriegsende herrschte jahrzehntelang ein bleiernes Schweigen, bis vor etwa 15 Jahren die Auseinandersetzung mit diesem Thema begann. Die Ausstellung „Psychiatrie im Nationalsozialismus“ dokumentiert beim 11. Weltkongress der Psychiatrie (6. bis 11. August) in Hamburg – dem ersten auf deutschen Boden – das Geschehene. Darüber hinaus befassen sich renommierte Experten bei einem internationalen Symposium mit dem Thema Ethik in der Psychiatrie.

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