Theresia Degener berichtete über die UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen

Am 7. Februar 2015 lud das Selbstvertretungszentrum Wien (SVZ) zu einem Vortrag in Leichter Sprache ins Kardinal-König-Haus.

Selbstvertretungszentrum Wien - People First
Selbstvertretungszentrum Wien - People First

Sehr viele Menschen folgten der Einladung und Oswald Föllerer und Iris Kopera sprachen über die Geschichte vom Selbstvertretungszentrum Wien. Föllerer und Kopera haben 13 Jahre gekämpft, bis Wien endlich ein Zentrum finanziert hat. Das SVZ gibt es nun seit Jänner 2014.

„Wir wollen das Selbstbewusstsein von Menschen mit Lernschwierigkeiten stärken“, erklärt Iris Kopera und Oswald Föllerer ergänzt: „Bei uns können Menschen mit Lernschwierigkeiten sich für ihre Anliegen selbst einsetzen.“

Die Beratung und Information ist ihnen wichtig. Sie entwickeln Aktionen zur Verbesserung der Selbst- und Mitbestimmung, kündigten sie an.

Dr.in Marianne Schulze stellte die Arbeit von Theresia Degener vor und verwies auf ihre Leistungen beim Zustandekommen der Konvention. Sie empfahl, eine Rede von Theresia Degener anzusehen. Degener hat die Rede im Jahr 2013 in Berlin gehalten.

Theresia Degener: Der Ausschuss und seine Arbeit

Die deutsche Professorin und Expertin Dr. Theresia Degener erzählte von ihrer Arbeit. Sie ist Mitglied in einem UN-Ausschuss, der die Staaten prüft, ob sie die UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen einhalten.

  1. Was ist der Genfer Ausschuss?
  2. Wer sitzt im Genfer Ausschuss?
  3. Was macht der Genfer Ausschuss?
  4. Wie kann die Konvention unseren Alltag verändern?

„Es gibt in vielen Ländern noch Heime“, kritisierte Theresia Degener und fordert die Umsetzung der Konvention. Wir sollten politisch für Persönliche Assistenz im Sinne der Konvention kämpfen, hält Degener fest.

Sie erinnerte an das Ergebnis der Staatenprüfung Österreichs im Jahr 2013. Damals wurde Österreich ermahnt dafür zu sorgen, dass behinderte Menschen selbstbestimmt leben können (statt Heime zu bauen). Weiters wurde Inklusion eingefordert, damit behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam in die Schule gehen.

In der Fragerunde wollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Details von der Arbeit des Fachausschusses wissen und was er umsetzen kann.

Der Fachausschuss hat leider keine Polizei, wenn eine Regierung etwas falsch macht, so Theresia Degener in ihrer plastischen Beschreibung. Der Fachaussschuss kann aber „Schämt Euch!“ sagen – manches Mal hilft das, führte sie aus.

Grundsätzlich benötigt die Umsetzung der Konvention einen langem Atem – und vor allem eine starke Stimme von Menschen mit Behinderungen, hielt Degener abschließend fest.

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