Aktion Sorgenkind einstellen

Der Behindertenverband Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL) hat das ZDF und Fernsehmoderator Dieter Thomas Heck aufgefordert, die Aktion Sorgenkind einzustellen.

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Eine „Mitleidsshow“ sei „entmündigend und längst nicht mehr zeitgemäß“, erklärte der Verband in Kassel, berichtet die „Die Welt“ vom 29. August 1995.

Der ZDF-Intendant Dieter Stolte hatte in Berlin angekündigt, die Sendung Goldmillionen werde im Frühjahr unter neuem Namen und mit Heck als Moderator neu aufgelegt. „Wir bedauern, daß es dem ZDF trotz der Pleiten mit der Sendung Aktion Sorgenkind nicht gelingt, neue Wege in der Berichterstattung“ zu gehen, erklärte der ISL-Geschäftsführer Ottmar Miles-Paul.

Die „Mitleidsshow“ verdränge die Anliegen der Behinderten; Themen, wie die Selbstbestimmung der Betroffenen, hätten in der Aktion Sorgenkind fast keinen Platz. Behinderte wollten nicht nur „als Almosenempfänger, sonder als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger“ gesehen werden.

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