Blecha fordert, Teile des Pflegegeldes an Sachleistungen zu binden

Immer wieder entwickelt die SPÖ Pflegegeld-Enteigungsdiskussionen - dieses Mal ist es Karl Blechas. Ein Kommentar.

Karl Blecha
Pensionistenverband Österreich

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), und des Präsidenten des Arbeiter-Samariter-Bundes Österreichs, Franz Schnabl, am 12. April 2012 wurde das Thema Pflege angesprochen.

Der SPÖ-Pressedienst vermerkt dazu: „Außerdem solle ein Teil des Pflegegeldes in Form von Sachleistungen ausbezahlt werden, denn, so Blecha: ‚Pflegegeld nur in Form von Geldleistungen ist nicht das A und O.'“

Arbeiter-Samariter-Bund (ASBÖ) als Ideengeber?

Es dürfte kein Zufall sein, dass Karl Blechas diese Bemerkung gerade bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASBÖ) gemacht hat.

Bekanntlich hat gerade der Arbeiter-Samariter-Bund schon in der Vergangenheit immer und immer wieder solche Ideen der „Verlagerung von den jetzigen Geldleistungen hin zu Sachleistungen“ verbreitet.

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0 Kommentare

  • ich wünsche nimmand was böses,aber sie sollen mal nachb denken wie es sich anfühlt wenn man stunden lang nicht aufs wc gehen kann,weil man sich keine pflege leisten kann und der ehemann der mich aufopferungsvoll,mit hingabe und selbstverständlichkeit pflegt(tag und nacht),keinen cent dafür vom stadt bekommt,weil er ja mit mir verheiratet ist,und vom arbeitsamt zum 20 oder 25stunden job verdonnert wird obwohl er nicht mal die mindestsicherung inanspruch nimmt.wer kümmert sich um mich,wenn ich wieder mal bewustlos in der wohnung liege?wer hilft mir auf das wc?vom raus gehen ist sowiso keine rede.denkt ihr lieben an der spitze mal logisch bevor ihr den mund aufreisst,oder hörrt auf die die eine ahnung davon haben was behinderung bedeutet.und zeigt uns wie man mit dem bisschen überleben kann.bei mir raten die ärzte das ich einen klima wechsel überdenken soll,wie wenn ihr das geld streicht sobald ich länger im warmen klima verbringe.grossartige leistung,vaterstadt

  • @Alfred Illitsch, dabei meinen sie’s noch ja noch gut mit den Uneinsichtigen, Unfähigen oder exakt Berechnenden. Bis zu 60 Stunden Bedarf pro Monat beträgt der Selbstkostenanteil 100 Prozent, auch für sozial Bedürftige, die sich nicht mal eine Stunde Unterstützung leisten können!
    Für 60 bis 85 Stunden Bedarf gibts als Zuschuss in der Stufe 1 Euro 2,57 bis 1,81 pro Stunde. Bei 24-Stunden-Betreuungsbedarf, also monatlich bis zu 744 Stunden Unterstützung in den Stufen 6 und 7 gibt’s Euro 2,23 bis 1,69. Wer dazu als sogenannte „Entlastung“ Sozialdienste in Anspruch nimmt, also 2 bis max. 3 Stunden „Sachleistung“ (etwa 10 Prozent Bedarfsabdeckung) darf sogar als mittelloser „Sozialfall“(Sozialhilfe-/ Mindessicherungs- oder Pensions-Ausgleichszulage- Bezieher) rund 6 bis 12 Euro pro Stunde vom Pflegegeld (das wiederum nur etwa 2 Euro pro Stunde beträgt, s.o.) als Selbstbehalt/Kostenanteil (sic!) für die Fremdleistung, insgesamt bis zu 70 Prozent des „Zuschusses“ (Pflegegeld/Geldleistung)in den Sachleistungstopf spülen.
    Für die verbleibenden 90 Prozent Bedarfsabdeckung durch Pflegende Angehörige (täglich verbleibende Eigenleistung dann aufgrund der „Entlastung“ bis zu etwa 22 Stunden) beträgt die verbleibende Zuschussleistung dann plötzlich nur noch 0,50 bis 1,0 Euro. Aber diese Rechnung berücksichtigt noch gar nicht, was den PflegegeldbezieherInnen (auch sozial bedürftigen) alles von den Sozialbehörden eingeredet wird, was sie sonst noch alles an Hilfsmitteln und Reha-Bedarf vom PG zu zahlen hätten.
    Gute Frage „wer zahlt den Rest?“, auf die mir noch nie jemand eine Antwort geben konnte. Der offene Rest wird von den Pflegebedürftigen und ihren Pflegenden (Angehörigen / Nahestehenden) „mit dem Leben bezahlt“, das sowohl im übertragenen Sinn als auch im wörtlichen Sinn: getreu nach tandler’scher und kautsky’scher „Menschenökonomie“ und „Volksgesundheitspflege“ fallen derart „Sonderbehandelte“ halt eben mal „durch den Rost“.

  • Will wohl dass die Samariter aus den roten Zahlen kommen, ähnlich wie unser Sozialminister, die beide ein Einkommen haben wo man sich über kosten der Pflege keine Gedanken machen muss. Durch die Novellierung hat es schon eine dramatische Kürzung des Pflegegeldes gegeben und von einer Valorisierung ganz zu schweigen. Pflegegeldbezieher der Stufe 1 bekommen gerad mal so 150€ für 60 Stunden das ist etwa 2,5€ pro Stunde wer zahlt den Rest?
    Vor der Novelle hat man noch 3€ bekommen.
    Zahlt der Staat dann die Differenz zu den üblichen 30€ pro stunde die Samariter, Hilfswerk und dergleichen verlangen oder sollen Mindestrentner und Behinderte mithelfen die Arbeitlosenraten zu senken bzw. deren Familie
    All unsere Politiker sollen sich vorher Informieren, bevor sie solche Meldungen
    Mfg
    A.Illitsch

  • Bin strikt gegen die Sachleistungs-„Schecks“, weil das keine Alternative und keine Verbesserung für die Empfänger und Bedürftigen ist, im Vergleich zur Geldleistung „Pflegegeld“. Dieses Pflegegeld soll endlich jährlich erhöht werden, angepasst der Inflationsrate. Dafür mögen sich der geschätzte Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), Karl Blecha, und alle weiteren, übrigen Gesetzesvertreter, die Bestimmungs- und Entscheidungsrechte haben, stark einsetzen und engagieren !

  • @Blindwurm: Ihre Verwirrung ist schnell erklärt. Es gab zuerst die Aussagen von Blecha, dann die vielen negativen Reaktionen und dann erst hat sich die Abg. Csörgits entschlossen, dies doch noch zu dementieren.

    Die Aussagen waren also nicht gleichzeitig, sondern sind erst aufgrund des Drucks entstanden.

  • Für diese Äußerung sollte Blecha ob seiner Ahnungslosigkeit und seiner Chuzpe gegenüber seinem Klientel schleunigst zurücktreten. Mit der Beantwortung seiner Frage, warum derartige Äußerungen immer und immer wieder von Repräsentanten der SPÖ kommen trifft mein Freund Erwin Riess ins Schwarze: die österreichische Sozialdemokratie will uns keine Menschenrechte zugestehen, sie will uns lieber, gängeln, bevormunden („wir wissen was gut für „Euch“ ist) und kontrollieren. Diese Menschen verfügen offensichtlich über ein eingeschränktes Denkvermögen und können sich nicht vorstellen, dass wir selbstbestimmt leben wollen und sie können wahrscheinlich auch nicht akzeptieren, dass wir ein Recht – ein Menschenrecht – darauf haben.

  • Wieder einmal das mittlerweile URALT-Thema. Selbstbestimmt Leben bedeutet auch die erhaltenen Geldleistungen selbstbestimmt auszugeben.
    Eine Verlagerung hin zu Sachleistungen ist strikt abzulehnen. Gerhard-Norbert Ludwig, Behindertensprecher der Bediensteten der Stadt Wien, Hauptgruppe 1

  • Ich verstehe die Aufregung mal wieder nicht. Blechas Parteikollege Csörgits hat doch, wie an dieser Stelle zu lesen ist klar gestellt, dass das Pflegegeld nicht angetastet wird, aber die Sachleistung trotzdem ausgebaut.
    Ich habe ein Problem damit wenn sich bei 2 derartigen Aussagen, die noch dazu BEIDE aus der gleichen Partei stammen sich alle auf die Eine stürzen, aber die Andere noch nicht einmal kommentiert wurde.
    Übrigens. Sollte Blecha wirklich einen Schlaganfall oder ähnliches haben braucht er sich um die nötige Unterstützung keine Sorgen machen. Er wird dank seiner Parteikollegen GARANTIERT jede Unterstützung bekommen die er braucht. Wenn einer in so einer hohen Position ist wie er muss man ja aufpassen, dass er nicht gewisse Sachen die er weiß in der Öffentlichkeit auspackt…

  • Tja noch geht es dem Herrn Blecher gut, aber was nicht ist kann ja noch werden. So manchen hat das Schicksal über Nacht ein Schnäppchen geschlagen.wünsche Ihm dann Pflegestufe 2 weil mit der kannst so gut wie nichts anfangen.

  • Da wird schon wieder versucht, anderen ein Körberlgeld zu verschaffen und so den Behinderten wieder einen Teil ihrer Eigenständigkeit zu nehmen. Und diese Sachleistungen sollen alle über den Samariterbund bezogen werden und somit eine Monopolstellung geschaffen werden.Nett ausgedacht aber nicht so.Und jemand der mit solchen Gedanken spielt, soll sich schämen Pflegegeldbezieher auf diese Art und Weise abzucashen.Das ganze kommt einer Bevormundung gleich, als wüßten diese Menschen nicht, was Sie mit den Pflegeld machen sollten.Es muss einmal Schluss sein mit alles und jeden Abzuzocken.Man sollte sich einmal überlegen Preis/Leistungsverhältnis verschiedener Pflegedienste genauer zu durchleuchten.

  • Zwangsbeglückung ???? Sozial ????
    …..sieht anders aus !! Weit daneben !
    Eine Schande, was diesen ( Oben) Herrn einfällt.
    Es wird immer noch dreister. Aber bei einem gewissen Alter sollen sie ja bekanntlich Gedächnislücken einstellen.
    Also….. abdanken und tschüss !

  • Vollinhaltliche Zustimmung zu Euer aller Kommentaren. Martin, Deiner ist kurz und pregnant und dieser Empfehlung Folge zu leisten, wäre vermutlich für die SPÖ gar nicht so unschlau. Naja, wir sind ja Humanisten: Also: Wie wärs mit einem Rückzug des Karli aus der Politik, das wäre besser als ein Arresterl. ! Irgendwie vermittelt diese Botschaft den Eindruck: „Hat der Arbeiter-Samariter-Bund finanzielle Probleme?“ Man muss Freunden ja unter die Arme greifen, das war/ist doch ein viel gehuldigtes Prinzip!

  • Einsperren! Das wäre die Sachleistung für Charlie!

  • ja, so hätten sie uns gern, die gefährlichen herren von den spö-organisationen. als durchlaufposten für die finanzierung ihrer organisationen. selbstbestimmung, würdevolles leben, persönliche assistenz, uno-konvention? weg mit dem krempel. ein verein, der sich arbeitersamariter nennt, spricht seinem namen hohn. wird zeit, daß man diese leute (die volkshilfe gehört auch dazu) einmal wirklich öffentlichkeitswirksam anprangert: als gefährliche feinde von behinderten menschen. daß diese leute obendrein noch feig sind, den kontakt zu vertretern der behinderten menschen fürchten und auf behindertenparkplätzen parken (herr blecha in der singerstraße) rundet das bild dieser noblen sozialpolitiker ab. daß die abschaffung bzw. einschränkung des pflegegelds immer und immer wieder von sp-organisationen kommt, kann nur einen grund haben: die österreichische sozialdemokratie hat ein grundlegendes problem mit den menschenrechten behinderter bürgerinnen und bürger.

  • ich habe pflegestufe 1 und frage mich wie wollen die da sachleistungen anbieten denn ich benötige hilfe beim an und auskleiden bei der körperpflege beim wc gang

  • Vorerst Danke Klaus für deine Anführung der viel Gründe die dagegen sprechen.
    und Herr Lichtenauer Der Blecha geht diesmal nicht auf die Enkerl los denn vielleicht trauen sich diesmal die Behinderten Menschen genauer hinzusehen was sich die Organisationen welche Dienstleistungen anbieten in dunkle Kanäle verschwinden lassen.

  • Wiedermal so ein Überschlauer;die Leute sind alle Gehirn amputiert,die können mit Geld nicht umgehen.Also Windeln beim Amt vorgezählt abholen,wer eine Mehr braucht- sonder Antrag stellen und gut begründen.Das bringt neue Arbeitsplätze für Verwaltungen aller art.Das veringert die Sachleistung und fördert Fachidioten.

  • Lieber Klaus WIDL, danke für diese perfekte, nach oben offene Richt-Skala. Die immer wieder kehrenden Anschlagspläne, welche sich gegen jeden einzelnen dieser Punkte richten, die Pflegesicherung noch mehr in den Grundfesten erschüttern und die Menschenrechte weiterhin beugen wollen, müssen aufgedeckt werden. Rote Karte und Platzverweis für Herrn Blecha und alle anderen, welche den Eingebungen der Souffleure und Souffleusen von ASB und Co Bühne bieten.

  • NACHTRAG ZU MEINEM VORIGEN POSTING:

    AUS RECHTLICHER SICHT, wäre der Verstoß gegen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ganz oben anzuführen. Ach ja, da war doch irgendwas im Oktober 2008, was wir ratifiziert haben, hmm …..

  • VIELE GRÜNDE, WARUM DAS PFLEGEGELD ALS GELDLEISTUNG AUSSER STREIT ZU STEHEN HAT:

    1) Unabhängigkeit von Institutionen;

    2) Unabhängigkeit bei der Wahl der Pflegepersonen;

    3) Unabhängig durch selbstbestimmte Tagesabläufe;

    4) Unabhängig durch Freiheit von institutionellem Zwang;

    5) Unabhängig durch Verbleib in den eigenen vier Wänden;

    6) Unabhängig durch maximales Handling der indivuduellen Bedürfnisse;

    7) Unabhängig durch Kontinuität bei Betreuungspersonen;

    8) Leistungsabgeltung für Familienmitglieder, wenn diese pflegen;

    9) Bessere soziale Absicherung pflegender Familienmitglieder;

    10) Volkswirtschaftlich kostengünstiger: Wohnung versus Heimplatz;

    11) Zweckmäßige Mittelverwendung – Geld wird für direkte Leistungen ausgegeben und nicht für Verwaltungskosten;

    12) Sichert Bund und Ländern die Finanzierung der Pflegeproblematik insgesamt, denn Dienstleister und Heime wären nicht in der Lage, den Bedarf abzudecken;

    13) Geld auf die Hand – Kennzeichen des modernen Sozialstaates.

    Und viele andere Gründe, die ich hier noch auflisten könnte!

  • Freunde, diese Ansicht Blechas ist nicht neu, die vertritt er gemeinsam mit dem ASB seit 2010; während er davon noch für die jährliche Anpassung des PG eingetreten ist.

  • PA ist ja auch ein „Stachel im Fleisch“ der Unterstützungsbedarfs-Verwerter, egal welcher Couleur.

  • Persönliche Assistenz wird weder bei der ÖVP Aussendung von Korosec noch bei der SPÖ-ASBÖ Ausendung von Blecha erwähnt.

  • Hier die ÖVP-nahe Sichtweise d. Dinge – in diesem Punkt aus meiner Sicht näher an der Realität: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120412_OTS0160/korosec-pflegereform-darf-nicht-weiter-aufgeschoben-werden

  • Und was sagt dazu sein ÖVP-Gegenüber? WANN kapiert die SOZIALDemokratie endlich, dass Sachleistung gerade in Zeiten d. Sparens garantiert nicht das richtige ist…?

  • Steht nun wieder ein neuer Schub der SachleistungsZwangsvorstellungen bevor? Diesmal eigenartigerweise (noch) nicht mit „Enkel kaufen Mopeds und fahren BMW vom Pflegegeld der Großeltern“- Phobie eingeleitet.

  • Was soll das? Lieber „Charly Blecha“, warum gibst Du Dich für solche versteckte Parteifinanzierungsaktionen her? Du solltest endlich in den verdienten Ruhestand gehen – und noch ein Bitte: Keine öffentlichen mediale Auftritte mehr – am 1 Mai auf der „Rathausbühne“ genügt…