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Deutschland: Auf dem Weg zum barrierefreien Internet

Gleichstellungsgesetzgebung fordert nun auch in Deutschland barrierefreie Internetseiten für öffentliche Angebote. Jahrelange Umsetzungsfristen sind nun abgelaufen.

Auf Grund des § 11 Abs. 1 Satz 2 des Behindertengleichstellungsgesetzes vom 27. April 2002 (BGBl. I S. 1467) erlässt das Bundesministerium des Innern im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung: Die Verordnung des Bundes zur Barrierefreien Informationstechnik (BITV), die am 24. Juli 2002 in Kraft trat.

Diese Verordnung ist dazu „bestimmt, behinderten Menschen im Sinne des § 3 des Behindertengleichstellungsgesetzes, denen ohne die Erfüllung zusätzlicher Bedingungen die Nutzung der Informationstechnik nur eingeschränkt möglich ist, den Zugang dazu zu eröffnen.“

Der Blog von „Einfach für Alle“ erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass nun alle vereinbarten Übergangsfristen mit 31. Dezember 2005 abgelaufen sind. Konkret waren dies:

  1. 24.07.2002: Neu erstellte, in wesentlichem Umfang veränderte oder angepasste Angebote (Inter- und öffentliches Intranet)
  2. 24.07.2002: Neu erstellte und mittels Informationstechnik realisierte graphische Programmoberflächen
  3. 31.12.2003: Angebote, die sich speziell an Menschen mit Behinderung richten
  4. 31.12.2005: Bereits bestehende Angebote im Inter- und öffentlich zugänglichen Intranet.

Da nun alle Umsetzungsfristen verstrichen sind, gilt barrierefreies Internet für deutsche Bundesseiten uneingeschränkt.

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0 Kommentare

  • An dieser Stelle bleibt nur noch zu fordern, endlich ohne jeden weiteren Kompromiss eine komplette Umsetzung der BITV auf allen öffentlichen Webseiten einzufordern. Dies muss auch notfalls auf dem Klageweg erfolgen. Denn was da trotz langer und ausreichender Übergangsfristen bisher getan wurde, ist schlichtweg erschreckend wenig!
    Vor allem aber ist es ganz wichtig, jetzt streng darauf zu achten, dass die Standards in Deutschland nicht „verwässert“ werden. Die ersten Versuche dazu gibt es bereits. Wenn von einer“Weiterentwicklung der WAI Richtlinien in Deutschland“ geschrieben wird, schrillen bei mir alle Alarmglocken. Einen weltweit anerkannten und in allen Ländern umsetzbaren Standard muss niemand auf deutscher Ebene weiterentwickeln. Umsetzen heisst das Zauberwort.