Diskriminierung im Bildungswesen: „Jeder Fall zählt!“

Am 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, fordert der ÖGLB einmal mehr: „Gebt uns unsere Rechte!“

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Österrreichischer Gehörlosenbund

Nicht die negative Konnotation von Behinderung soll die Norm sein, sondern die Norm soll ein Umfeld sein, das eine uneingeschränkte Teilnahme am Leben aller Menschen mit und ohne Behinderungen möglich macht, besagt die UN-Behindertenrechtskonvention.

Heißt „gleiches Recht für alle“: gleiche Strukturen, Konzepte und Angebote für alle? Nein, denn die Bedarfe der Individuen unterscheiden sich gewaltig. Für einen erfolgreichen Schulbesuch braucht ein autistisches Kind eine andere Unterstützung als ein Schüler im Rollstuhl oder eine gehörlose Jugendliche. Gleiches Recht für alle bedeutet: spezifische Maßnahmen für jede und jeden, um barrierefrei die gleichen Chancen nutzen zu können.

Interessensvertretungen setzen sich besonders stark für Inklusion in der Bildung ein (Artikel 24). „Im Kindesalter werden die Weichen für das ganze Leben gestellt: Hier generiert der Mensch wervolles Wissen, sozialisiert sich, baut ein Selbstwertgefühl auf und entwickelt seine Identität.“ Mag.a Helene Jarmer, Präsidentin der Österreichischen Gehörlosenbundes, kämpft seit Jahren für einen Unterricht in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS).

Wie sehr unser Bildungssystem taube und schwerhörige Kinder und Jugendliche diskriminiert, bezeugen ihre Berichte. „Ignoranz, Benachteiligung und Ausgrenzung sind keine Lappalie“, bedauert Jarmer, „jeder Fall zählt, denn hinter jedem Fall steht ein Mensch, der um seine Rechte betrogen wird.“

„Jeder Fall zählt!“: Der Österreichische Gehörlosenbund macht Berichte zu Diskriminierung öffentlich: Diskriminierung – ÖGLB (oeglb.at)

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