Eine Stunde ruhiges Einkaufen im Supermarkt

Eine Neuseeländische Supermarktkette hat eine ruhige Einkaufsstunde für besonders lärmsensible Kundinnen und Kunden eingeführt. Auch andere Supermarktketten haben das Konzept für sich entdeckt.

Bitte leise - Frau hält Zeigefinder vor den Mund
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Einkaufen gehen ist für uns Alltag, doch für Menschen, die zum Beispiel aufgrund von Autismus Sinneseindrücke weniger gut verarbeiten können, kann so etwas Alltägliches wie Einkaufen im Supermarkt in großen Stress ausarten.

Die Neuseeländische Supermarktkette Countdown hat deshalb jeden Mittwochnachmittag in ihren 180 Filialen eine ruhige Einkaufsstunde eingeführt.

In dieser Zeit wird das Licht in den Märkten gedimmt, die Hintergrundmusik leiser gestellt, Durchsagen werden auf das Notwendigste reduziert, die Regale werden nicht aufgefüllt und sogar der Piepton beim Scannen an der Kasse wird reduziert. 

Nicht nur für Menschen mit Autismus eine Erleichterung

Bevor die ruhige Stunde ausgeweitet wurde, führte man in einigen Filialen einen Testlauf durch.

Die ruhige Stunde wird nicht nur von Menschen mit Autismus gut angenommen, auch ältere Menschen und Menschen, die sich gerade von schweren Verletzungen erholen, hätten von der Maßnahme profitiert, informiert ORF.at.

Die Supermarktkette in Neuseeland ist nicht die erste und einzige, die ihren Kundinnen und Kunden eine Stunde lang stilles Einkaufen ermöglicht.

Wie die Manchester Evening News bereits 2016 berichtete, hat dort die Supermarktkette ASDA Living ebenfalls eine ruhige Stunde eingeführt. Auch die australische Supermarktkette Coles bietet jeden Dienstag ihren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, in aller Stille einzukaufen.  

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2 Kommentare

  • Hervorragende Sache! Ist das 1 Stunde pro Tag?

    Vor allem auch für die Mitarbeiter im Supermarkt. Habe selbst in Verkauf gearbeitet, das ist ein ständiger Lärm- und Lichtterror, der mich aus den Märkten immer so schnell wie möglich flüchten lässt. Und ich bin sicher kein Autist.

  • Ja, das würde ich mir bei uns auch wünschen, wenn die Handelsketten kapieren würden, worum es da geht.