Ethikkommission: Erfolgreiches erstes Jahr

Begonnen hat alles mit einer Randbemerkung.

Pressekonferenz Gründung Ethikkommission
Primig-Eisner, Birgit

Im Zuge der Diskussionen um die Biomedizin-Konvention wurden Universitätsprofessoren zu einer Bioethik-Kommission im Bundeskanzleramt vereint. Die Vermutung, dass auf diesem Weg die Ratifikation der Konvention „wissenschaftlich abgesegnet“ werden sollte, lag nahe. Bei einer Sitzung der Plattform „Nein zur Biomedizin-Konvention“ wurde lange darüber diskutiert. Irgendjemand hatte damals eher nebenbei bemerkt: Dann machen wir eben unsere eigene Kommission.

Entstanden ist aus dieser Randbemerkung eine Gruppe von Personen, die nicht nach Vereinszugehörigkeiten ausgewählt wurden, sondern nach Fähigkeiten und Ressourcen. Darin dürfte wohl ein Teil des Erfolges der Ethikkommission FÜR die Bundesregierung begründet sein. Denn die Erfolgsliste ist lang – zu lang für einen kleinen redaktionellen Beitrag.

Nur in einem Aspekt kann die Gruppe keinen Erfolg verbuchen: Nach anfänglich relativ häufigen Besprechungen mit Mitgliedern der Kanzlerkommission ist der Kontakt verebbt. Eine Vereinbarung über eine Kooperation abzuschließen, ist an der zögerlichen Haltung der Kanzlerkommission gescheitert. Und die nächste Kommission ohne Beteiligung behinderter Menschen wurde eben in Wien gegründet.

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0 Kommentare

  • liebe Birgit, ich möchte Dir gerne zu Deiner Initiative gratulieren und Dir sagen, daß ich über Eure Arbeit sehr froh war und bin. Was allerdings das bedauerliche Abebben des Kontakts zur Kanzlerkommission anlangt, so glaube ich, daß Euch das gleiche Schicksal ereilt, das auch den „Dialog FÜR Österreich“ in der katholischen Kirche getroffen hat. Und das liegt meiner Meinung nach doch ein wenig daran, daß ein Dialog FÜR Niemanden sondern nur MIT Jemandem geführt werden kann. Wenn ich etwas für einen anderen tun will, brauch ich zuvor die Anfrage! Und die hat es eben nicht gegeben, obwohl die Regierung gut beraten gewesen wäre, die wirklichen Fachleute zu befragen. Vielleicht ist es im Zuge der neuen Regierungsriege möglich, hier auch mit Hilfe von Dr.Huainigg einen neuen Anfang zu machen. Man sollte hier rasch ansetzen. Ich wünsch Dir und Euch allen auf jeden Fall dabei jeden erdenklichen Erfolg!

  • liebe Birgit, ich möchte Dir gerne zu Deiner Initiative gratulieren und Dir sagen, daß ich über Eure Arbeit sehr froh war und bin. Was allerdings das bedauerliche Abebben des Kontakts zur Kanzlerkommission anlangt, so glaube ich, daß Euch das gleiche Schicksal ereilt, das auch den „Dialog FÜR Österreich“ in der katholischen Kirche getroffen hat. Und das liegt meiner Meinung nach doch ein wenig daran, daß ein Dialog FÜR Niemanden sondern nur MIT Jemandem geführt werden kann. Wenn ich etwas für einen anderen tun will, brauch ich zuvor die Anfrage! Und die hat es eben nicht gegeben, obwohl die Regierung gut beraten gewesen wäre, die wirklichen Fachleute zu befragen. Vielleicht ist es im Zuge der neuen Regierungsriege möglich, hier auch mit Hilfe von Dr.Huainigg einen neuen Anfang zu machen. Man sollte hier rasch ansetzen. Ich wünsch Dir und Euch allen auf jeden Fall dabei jeden erdenklichen Erfolg!