Fachkonferenz Klimakrise des Österreichischen Behindertenrates – Ein Bericht

Auch dieses Jahr gab es wieder eine große Fachkonferenz des Österreichischens Behindertenrates. Dieses Mal unter dem Motto „Klimakrise - ohne uns keine Zukunft“.

Ein Standbild aus einem Video des Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen bei der Kliimakonferenz des Österreichischen Behindertenrates. Links vom Bundespräsidenten ist eine Gebärdensprachdolmetscherin zu sehen, unter dem Bundespräsidentern der Untertitel für mehr Barrierefreiheit und Inklusion zu nutzen. Ganz unten sind ein paar Köpfe zu sehen.
BIZEPS

Klimaschutz ist ein sehr wichtiges Thema, doch gerade behinderte Menschen sind dabei oft nicht mitgedacht. Welche Rahmenbedingungen dafür nötig sind, ist diese Veranstaltung nachgegangen. Die Veranstaltung fand „hybrid“ statt, das heißt, man konnte sowohl vor Ort als auch über das Internet teilnehmen.

Die Eröffnungsworte wurden von 3 Politiker:innen gehalten, die alle drei nur Videobotschaften schickten, da sie keine Zeit hatten oder sich keine Zeit nehmen wollten. Begonnen wurde mit einer Botschaft von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, gefolgt von Sozialminister Johannes Rauch und Umweltministerin Leonore Gewessler.

Die erste Keynote, Hauptrede, wurde von Tom Shakespeare, Internationaler Vorstandsvorsitzender von Licht für die Welt, gehalten. Er schickte eine Videobotschaft, da er in Großbrittannien lebt. Er ging sehr stark auf den Aspekt ein, dass behinderte Menschen überproportional vom Klimawandel betroffen sind, da die geschaffene Umwelt nicht für sie mitgeplant wurde und sie so oft noch stärker davon betroffen sind. 

Die zweite Keynote wurde von der emeritierten Professorin und Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb gehalten. Sie gab einen Einblick in die Dringlichkeit, etwas gegen die Verschmutzung der Erde und den Ausstoß der Treibhausgase zu unternehmen. Klimaschutz geht uns alle an.

Darauf folgte eine 1 1/2 h dauernden Diskussion vor Ort „Zur Bedeutung von Menschen mit Behinderungen beim Wandel im Bereich Mobilität“. Dazu diskutierten 7 Teilnehmer:innen aus den Bereichen Umweltschutz, Öffentlicher Nahverkehr, aus dem Verkehrsministerium, einer Organisation für blinde und sehbehinderte Menschen, dem Monitoringausschuss sowie ein Selbstvertreter vom Österreichischen Behindertenrat.

Auch wenn 1 1/2 Stunden eine lange Zeit sind, aufgrund der vielen Diskutierenden war nicht viel Zeit, tief in einzelne Themen in der Diskussion einzusteigen. Das fand ich schade, da würde ich mir lieber weniger Teilnehmer:innen und dafür mehr Zeit pro Antwort wünschen für’s nächste Mal.

Nach der Mittagspause teilten sich die Teilnehmer:innen vor Ort in 4 Räume mit verschiedenen Vorträgen auf. Das Wunschthema war bei der Anmeldung anzugeben.

  1. Klimaschutz als globale Herausforderung
  2. Inklusion als Innovationstreiber in der Klimakrise
  3. Menschen mit Behinderungen im Katastrophenfall – zuletzt beachtet, zuerst gestorben
  4. ONLINE: Inklusiver Klima Aktivismus: Wie können Klima- und Inklusionsaktivismus Hand in Hand gehen?

Ich selbst war, gemeinsam mit Manuela Lanzinger von DIE UMWELTBERATUNG, Gestalter:in des Vortrages „Inklusion als Innovationstreiber in der Klimakrise“, wo wir gemeinsam mit den Teilnehmer:innen über positive wie negative Beispiele im Bereich der Mobilität für behinderte Menschen gesprochen haben und welche Auswirkungen diese auch auf den Klimaschutz haben.

Vor Ort wurde nicht nur auf bauliche Barrierefreiheit geachtet, sondern auch Gebärdensprachdolmetscherinnen, Schriftdolmetscherinnen, eine Induktionsanlage sowie Zusammenfassungen in Leichter Sprache und als Zeichenprotokoll eingesetzt. 

Die ganze Konferenz kann auf YouTube nachgesehen werden, außer den Vorträgen 1-3.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Ein Kommentar

  • Ich finde es sehr schade, dass sich von Seiten der Regierung/Politik niemand persönlich Zeit nimmt.