NEOS: Inklusion ist ein Menschenrecht – an jedem Tag im Jahr

Fiedler: „Als Regierung ein Mal im Jahr ein Kerzerl anzuzünden, reicht uns nicht. Unser Auftrag ist es, uns jeden Tag für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einzusetzen.“

Fiona Fiedler
NEOS

„Dass Themen wie das Recht auf ein 11. und 12. Schuljahr für Menschen mit Behinderungen derzeit ein verstärktes Medienecho erhalten, freut uns sehr“, sagt Fiona Fiedler, NEOS-Sprecherin für Menschen mit Behinderungen, zum Aktionstag #YesWeCare am 18. Dezember.

„An einem Tag im Jahr eine Kerze ins Fenster zu stellen, ist eine schöne Geste, aber leider nicht ausreichend. Es bringt nichts, wenn die Politik, allen voran die Bundesregierung, anlässlich von Aktionstagen salbungsvolle Worte findet, wenn sie ihren ewigen schönen Versprechungen und Ankündigungen nie Taten folgen lässt.“

Große Anerkennung hat Fiedler vor allem für die engagierten Organisatoren von #YesWeCare, denn prinzipiell sei ein Aktionstag natürlich eine gute Sache, jedoch „darf ein solcher nicht über die Untätigkeit der Regierung hinwegtäuschen“, so Fiedler.

Die Regierung müsse beispielsweise im Bereich der inklusiven Bildung endlich etwas Konkretes auf den Tisch legen.

„Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Österreich 2008 zu deren Umsetzung verpflichtet – geschehen ist seither nicht viel. Wir NEOS setzen uns seit Jahren – und zwar permanent, nicht nur an ein, zwei Tagen im Jahr – mit aller Kraft für deren Umsetzung ein, von der wir leider immer noch meilenweit entfernt sind. Wir brauchen endlich ein klares Bekenntnis zu einem inklusiven Bildungssystem auf allen Ebenen, von der Elementarbildung bis zur Hochschul- und Erwachsenenbildung, im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention und einen klaren Auftrag an die Länder für deren Umsetzung.“

Auch in den Bereichen Barrierefreiheit und Lohn statt Taschengeld sieht Fiedler die Regierung weiterhin säumig: „Dass Beschäftigte in den Tageswerkstätten so schlecht bezahlt werden und weder sozialversicherungsrechtlich noch in Bezug auf die Pension abgesichert werden, ist unglaublich. Diese Menschen hatten es schon vor der Krise schwer genug, sie müssen endlich in reguläre Beschäftigungsverhältnisse gebracht werden. Denn Inklusion ist nicht karitativ, Inklusion ist ein Menschenrecht. Und Menschen mit Behinderungen gehören jeden Tag im Jahr in die Mitte unserer Gesellschaft!“

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