Zeitungen

Neuer Tiefpunkt der Kronen Zeitung

Das Massenblatt "Neue Kronen Zeitung" lieferte leider wieder eine Bestätigung dafür, wie tief das Niveau dieser Zeitung ist.

In der Steiermark ist Wahlkampf und die politischen Parteien sind nicht zimperlich, wenn es darum geht den politischen Gegner ins Zwielicht zu bringen. So wurde etwa SPÖ-Chef Franz Voves vorgeworfen, für 230.000 Euro sein Büro umgebaut zu haben.

Die Rechtfertigung kam prompt. Die Kosten seien Gesamtkosten und darin seien unter anderem die generelle Sanierung der Bausubstanz sowie der Umbau und die Schaffung eines behindertengerechten Zugangs enthalten. Voves hielt einen Tag der offenen Tür ab, um sein angebliches Luxusbüro der Öffentlichkeit zu zeigen.

Doch die Kronen Zeitung war für Argumente – besonders, wenn sie gegen eine von ihr geführte Kampagne liefen – nie sonderlich zugänglich. Sie brachte am 12. August 2005 in der Kolumne „Herr Strudel“ folgenden Text: „Die Steirische SPÖ begründet die enormen Kosten fürs Voves-Büro mit der Schaffung von an behindertengerechten Zugang. Gibt’s in dieser Partei so vü Behinderte?“

Welches Menschenbild steht hinter diesen Zeilen? Ist die Schaffung von Barrierefreiheit nur sinnvoll, wenn Parteimitglieder behindert sind? Ist sie nur sinnvoll wenn es behinderte Menschen (egal welcher Partei) gibt? Oder nützt Barrierefreiheit allen?

Man sollte die intellektuellen Ansprüche bei der Neuen Kronen Zeitung sicherlich nicht zu hoch ansetzen, aber in diesem Fall hat der Autor jener Zeilen ein selten tiefes Niveau erreicht.

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0 Kommentare

  • muss leider zu inen schreiben meine mutter wohnt bei mir in australien bekommt ihre pension nur alle 3 monat eleider warten wir noch immer auf das geld bitte wo kann ich mich hinwenden. hochachtungsvoll erika spechbach

  • Naja Blatt ist geduldig, und die Krone Zeitung ist halt ja auch in die Jahre gekommen, sie glauben sie wollen die Besten sein, so ist das Leben halt leider.

  • Die Kronenzeitung ist bekannt für ihre unqualifizierten Äusserungen bekannt. Man/Frau sollte diesen einfach keine Beachtung mehr schenken. Zu viel Aufmerksamkeit tut nicht immer gut.

  • Mir wäre es als Journalist schon sehr unangenehm, auf diese Weise zu den sowieso schon stattfindenen desintegrativen gesellschaftlichen Momenten und Zuständen beizutragen, vor allem dann, wenn ich über die Macht meiner Quote Bescheid weiss. Kleiner Tipp am Rande für die Krone-Chefredaktion und ihre Mitarbeiter: es gibt empfehlenswerte Literatur und mittlerweile auch Ausbildungen für Menschen, die in einem professionellen Feld für Öffentlichkeitsarbeit und integrative Medienarbeit tätig sind oder generell mit der Öffentlichkeit in Kontakt treten. Und es gibt auch einen empfehlenswerten Radiosender auf der Mittelwelle, der was davon versteht.

    Es geht nicht darum, dass der versuchte Witz des Herrn Strudel in die Hose ging, sondern um die Möglichkeit von niveauvoller Integrationsarbeit – ganz abseits von Lächerlichkeiten.

  • „Gibt’s in dieser Partei so vü Behinderte?“ Das ist ja wirklich die „tiefste Schublade“ der Krone – So wird öffentliche Meinung gegen behinderte Menschen und gegen barrierefreie Maßnahmen gemacht – ekelhaft und diskriminierend – erwarte mir eine Entschuldigung der Chefredaktion

  • Die Formulierung ist nicht unbedingt glücklich gewählt. Aber wenn schon ein linkslastiges Printmedium wie die Krone in Richtung SPÖ schlägt kann man sich vorstellen wie behindertenfeindlich diese Partei wirklich ist. Weiteres Beispiel Wien: Der von der Wiener SPÖ (vorsätzlich) in den Konkurs getriebene Fahrtendienst Mertz hat in Relation mehr Behinderte beschäftigt als das von derselben beherschte Rathaus.

  • Das Problem liegt sicher viel tiefer und ist viel allgemeiner zu sehen. Leute die es „sich richten“ können haben leider jeden Bezug zu den wirklichen Problemen der Menschen verloren. Es ist traurig wenn sich Politiker (egal welcher Partei) sich um Steuergelder derartige Pfründe schaffen und auf der anderen Seite kein Geld für Medikamente oder Hilfsmittel für behinderte Menschen zur Verfügung steht. „Wahltag ist Zahltag“ stimmt, wenn man gewählt wird fließt die Kohle. Nun es gibt „bessere“ Printmedien als die Krone aber wo bleiben deren Berichte über diese Ungerechtigkeiten. Vielleicht auch als Satire?

  • Diese „Zeitung“ ist unbeschreiblich! Mich überrascht eigentlich nur, wie offen diese Menschenverachtung gezeigt wird. Wie steht`s in der Bibel: Ein schlechter Baum trägt keine guten Früchte Idee: Krone (noch ein einziges Mal) kaufen, und dann die Anzeigen-Kunden kontaktieren. Vielleicht können wir ein paar Firmen darüber aufklären, daß sie auf ihre Reputation besser aufpassen müssen …


  • Wo ist das Problem? Die Zeitung hat Recht.

  • Ja, ich denke dass die Krone es immer wieder schafftn, noch tiefer zu rutschen. Es ist anscheinend noch kein Ende zu sehen. Derzeit bekomme ich (leider) die Krone 2 Wochen kostenlos zugestellt. Ich habe mir aus Protest ein Schild an meine Tür machen lassen: „Lieber Kronenzeitungausträger, bitte sind Sie so gut und würden Sie meine Zeitung zum Vogelkäfigauslegen benutzen. Ich lese sie nicht, daher hab ich keinerlei Verwendung dafür. Mit besten Dank!“

  • Vielleicht ist das ja auch anders gemeint: Herr Voves gibt ANGEBLICH so viel für behinderte Menschen aus, aber in der SPÖ Steiermark gibt es kaum Menschen mit Behinderung, die in der Partei mitarbeiten (können). Bloß das Büro des Parteichefs barrierefrei zu gestalten, ist zu wenig, wenn nicht einmal alle Parteilokale zugänglich sind. Und vor allem: Stimmt die Ausrede mit der Adaptierung für barrierefreiheit überhaupt?

  • Die Krone ist in jeder Hinsicht ein Tiefpunkt. Ich würde mich mit so einem Blatt nie erwischen lassen, das wäre mir peinlich. Ich möchte nur wissen, ob sich die „Redakteure“, die für diese „Zeitung“ schreiben, dafür genieren.