„Nichts über uns ohne uns!“

Der 5. Mai wird seit 1992 als europäischer Tag zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen begangen

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Sich mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung oder einer Sinnesbehinderung im öffentlichen Leben zu bewegen, bedeutet im Allgemeinen eine Erfahrung mit Ablehnung oder Überfürsorge.

„Menschen mit Behinderungen brauchen oft weniger Hilfe und Betüdelung als ehrliche Inklusion“, weiß Mag.a Helene Jarmer, Präsidentin des Österreichischen Gehörlosenbundes (ÖGLB).

„Inklusion ist keine Gnade. Die Gleichberechtigung aller Menschen, Chancengleichheit und eine positive Haltung zu Diversität muss sich als Mainstream etablieren“, appelliert Helene Jarmer.

Der Nationale Aktionsplan Behinderung, der gerade für die Jahre 2022 – 2030 finalisiert wird, steht einmal mehr im Zeichen der Inklusion. In dessen Rahmen fordert der ÖGLB erneut die Einbeziehung von Interessensverbänden behinderter Menschen in gesellschaftspolitische Prozesse und Entscheidungen, denn “es mangelt an Angeboten zur Partizipation“.

Für Inklusion müssen entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden: „Die Beteiligung gehörloser Menschen erfordert vor allem eine barrierefreie Information“, konstatiert die ÖGLB-Präsidentin.

Der ÖGLB fordert daher:

  • Information von Behörden und Parteien in zugänglichen Formaten wie Leichter Lesen, Untertiteln, Übertiteln, digitale Laufschrift oder Gebärdenspracheinblendung
  • Gebärdensprachdolmetscher*innen bei politischen Veranstaltungen
  • Barrierefreie Webseiten im Sinne der Web Content Accessibility Guidelines 2.0 AA öffentlicher Institutionen (Leichter Lesen, Untertiteln, Gebärdenspracheinblendung)
  • Vollständige Untertitelung der Angebote des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk

„Nichts über uns ohne uns!“ ist nicht nur ein zentrales Prinzip der UN-Behindertenrechtskonvention, sondern als Recht auf politische Partizipation in Artikel 29 festgeschrieben.

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