Oberösterreich: Gravierende Änderungen bei Barrierefreiheit

"Bei den Anforderungen an die Barrierefreiheit werden Standards gelockert, um Kosten zu senken", berichten die Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) über die Verschlechterungen.

Ortschild mit Aufdruck Oberösterreich
BilderBox.com

„Für Wohnungen in Obergeschoßen soll die Verpflichtung zum ‚anpassbaren Wohnbau‘ nur noch gelten, wenn ein Aufzug errichtet wurde. Der Lifteinbau ist weiter nur bei Gebäuden mit mehr als drei Geschoßen verpflichtend. Bauträger dürfen künftig bei Rampen, Kellerräumen oder Bewegungsflächen von der ÖNORM abweichen“, so kurz und bündig beschreiben die Oberösterreichischen Nachrichten die nun in der Landesregierung beschlossenen Änderungen.

ÖVP und FPÖ haben – auf Druck der Bauwirtschaft – diese Verschlechterungen vorangetrieben und erwarten sich dadurch Einsparungen.

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0 Kommentare

  • @frítz binder: Das Chancengleichheitsgesetz behindert zwar auch, aber es hat mit dem Oö. Baurecht (im weiteren Sinn) nichts zu tun. Es ist das geschönte Behindertengesetz, das seinem neuen Namen nicht gerecht wird.

  • @Gertrude Sladek nichts zudanken mit einem bissigen Komentar darf man
    immer rechnen.*g
    @ Bernold Dörrer es ist nicht nur beim Geld so – solange Österreich weiterhin ein Weisungsrecht der Politik auf die Justiz hat und es kein Verbandsklagerecht gibt etc. wird sich leider nichts ändern

  • @Veit Danke! Sie haben es für mich mit wenigen Worten auf den sprichwörtlichen Punkt gebracht. Daher stimme ich Ihnen natürlich vollinhaltlich zu. Das ist nämlich die Essenz!

  • @Fritz – kurz und bündig „NIX“! Sie haben und werden es sich als zukünftig richten!

    Übrigens „dieser Leitl“ erfüllt mit seiner WKÖ ja auch nicht die Einstellungspflicht – warum auch?

  • Die Lobby der Wirtschaft(WKÖ und Herr Leitl)lassen schön gruessen. Da sieht man wieder einmal was das hochgelobte „Chancengleichstellungsgesetz“ wert ist.

  • @Bernold: Ihr Kommentar gefällt mir sehr gut…!

    Überhaupt, dieser Satz: … dass sie erleben was es heißt Bewegungseingeschränkt, Seh- oder Hörbehindert zu sein und damit sehr oft ausgegrenzt zu werden. – Auch ich bin Hörbehindert und Gehbeeinträchtigt. Aber ich bzw. wir alle kämpfen weiter…! Denn es kann nicht sein, dass wir Menschen mit Behinderung in dieser Hinsicht einfach ausgeschlossen werden, oder wie ich da sagen soll…

  • Wenn Geld im Spiel ist kann man in Österreich alle fast Gesetze biegen und brechen, ganz besonders in dieser Hinsicht. Noch dazu sind ja die betreffenden Gesetzte so gestaltet dass es ja geradezu einladend ist sie nicht einzuhalten. In Sachen Barrierefreiheit gibt es ja kaum Konsequenzen wenn man die Vorgaben ignoriert. Schon das ist ein Skandal.
    Italien, dem man nachsagt dass alles „richtbar“ ist hat uns da viel vorraus, da gibt es klare Gesetze. Wenn da z.Bsp. ein Lokal oder Geschäft aufmachen willst das nicht barrierfrei ist bekommst einfach keine Konzession. Punbkt. Aus. Kein Hintertürl, wie bei uns. Bei uns sind das aber keine Hintertürln sondern offene Scheunentore!
    Ich wünsche den dafür Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik dass sie an den von ihnen errichteten Barrieren selbst mal anstehen und ihr Leben dann massiv eingeschränkt wird, dass sie erleben was es heißt Bewegungseingeschränkt, Seh- oder Hörbehindert zu sein und damit sehr oft ausgegrenzt zu werden. Aber die haben ja inzwischen genug Geld mit der beabsichtigen, vorsätzlichen Diskreminierung von uns verdient dass sie es sich dann großteils richten können.
    Österreich, schäm dich!

  • Was bitte soll man dazu noch sagen…!?
    Es ist traurig, mitanzusehen, wenn die RollstuhlfahrerInnen und/oder auch ältere Personen zB.: vom 3. Stock ohne Hilfe (sei es Lift, Rampe, etc.) hinaus ins Freie wollen. Und da verstehe ich nicht, warum gerade hier bei Barrierefreiheit eingespart werden soll!
    Denn jeder hat das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe am Leben: ob mit oder ohne Behinderung!

  • Typischer Kniefall der Klientelpateien vor der Kapitalmaffia und deren Lobbyisten – möchte gerne mal wissen was da wieder für Bakschisch geflossen sind. Es ist ein Trauerspiel das immer noch Parteien einen Kniefall vor dem Molloch Geld machen und damit bestehende Gesetze bewust verletzen!!!!