Reaktionen zum Falter-Artikel „Die Schande von Pavillon 15“

ÖVP und FPÖ fordern, die Anschuldigungen lückenlos aufzuklären

Ortschild mit Aufdruck Wien
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„Sie gibt an, Kinder und Jugendliche seien den ganzen Tag in Netzbetten eingesperrt oder an ihren Betten fixiert worden. Den Kindern seien große Mengen an Beruhigungsmitteln verabreicht worden, viele seien jahrelang nicht ins Freie gekommen. Die Krankenschwester berichtet auch von psychischen und physischen Misshandlungen durch das Personal“, hielt der Falter in einer Vorabmeldung zu dem Artikel „Die Schande von Pavillon 15“ fest.

Eine zweite ehemalige Mitarbeiterin bestätigt die Vorwürfe, ergänzt der Falter und führt aus: „Es handelt sich um den selben Pavillon, in dem sich vierzig Jahre zuvor die ‚Jugendfürsorgeanstalt Am Spiegelgrund‘ befand, wo die Nazis rund 800 behinderte und ’schwererziehbare‘ Kinder ermordeten.“

Reaktionen

„Wenn sich diese Geschichte als wahr heraus kristallisiert, dann ist ebenfalls daran zu denken, dass personelle Konsequenzen in der Wiener SPÖ folgen müssen“, so ÖVP Wien Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec, die fordert: „Anschuldigungen lückenlos und ohne jegliche Rücksicht aufzuklären.“

„Dauernd nur vertuschen und Menschen, die an Kindern schrecklichste Taten begangen haben, die Mauer zu machen, ist ein Skandal!“ zeigt sich Wiens FPÖ-Klubchef und stellvertretender Bundesparteiobmann Mag. Johann Gudenus in einer Aussendung entsetzt.

Er verweist auch auf diesen Umstand: „Dass der Tatort diesmal gleichzeitig die einstige Wirkungsstätte des NS-Euthanasie-Arztes Gross ist, der später in der SPÖ eine große Nummer geworden ist“, das mache die Sache nur noch brisanter. Gudenus fordert ebenfalls lückenlose Aufklärung: „Nennen Sie die Schuldigen!“ Er befürchtet aber, dass es nicht zu einer „anständigen, seriösen Vergangenheitsbewältigung“ kommt.

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