Ryanair und britische Flughäfen werden wegen Diskriminierung verklagt werden

Die Disability Rights Commission (DRC) wird den Billigflieger Ryanair sowie die British Airports Authority (BAA) verklagen.

Fluglinie Ryanair
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Ryanair nahm den Betrieb 1985 auf. Stolz berichtet man in der Unternehmensgeschichte, daß „Ryanair die erste europäische Fluggesellschaft war, die sich auf preisgünstige Flüge auf innereuropäischen Kurzstrecken spezialisierte“. Die Fluglinie konnte im Jahr 2002 das Passagieraufkommen um 30% steigern.

Doch nun kommt Ärger auf Ryanair zu. Zahlreiche Medienberichte stellen die Fluglinien in einem sehr unvorteilhaftem Licht dar. Der Gegner heißt Disability Rights Commission (DRC) und bringt Ryanair in Bedrängnis, indem er medienwirksam seit einigen Wochen Material für eine Klage sammelt.

Die DRC wurde gegründet, um behinderten Menschen einen fairen Platz in der Gesellschaft zu sichern und gegen Diskriminierungen behinderter Menschen anzukämpfen. „Das bedeutet in diesem Fall, daß behinderte Menschen um den gleichen Preis reisen, wie andere Fluggäste“, erklärt deren Vorsitzender Bert Massie.

Grund ist eine Gebühr von 18 Pfund, die Ryanair auf manchen Flughäfen den Passagieren verrechnet, wenn sie einen Rollstuhl anfordern, um zum Gate und ins Flugzeug zu gelangen. Massie zeigt sich darüber verärgert: „Die verkünden einen 68 % Anstieg der Gewinne, aber sie sind nicht bereit ein Minimum an Service für behinderte Menschen zu bieten“. Ryanair ist die einzige Fluglinie, die dieses Service den Fluggästen weiterverrechnet.

Bei Ryanair bestreitet man diesen Umstand vehement. Ein Untersprecher legt wert auf die Feststellung, daß bei „Ryanair umfassende und kostenlose Hilfsleistungen für Rollstuhlbenutzer angeboten werden“. Einzig behinderte Menschen, die nicht mit dem eigenen Rollstuhl reisen, werden an die Dienstleistungen der Flughäfen verwiesen. Einige Flughäfen bieten diesen Service nicht kostenlos an und in diesen Fällen werden dann Gebühren fällig.

Aus diesem Grund widr die DRC sowohl Ryanair als auch die British Airports Authority (BAA) verklagen. Vorgeworfen wird den beiden ein Verstoß gegen das britische Behindertengleichstellungsgesetz (Disability Discrimination Act), welches behinderten Menschen das Recht auf ein nichtbenachteiligendes Service zusichert.

Die DRC sammelt noch Material für eine Klage und bittet daher Diskriminierungsvorfälle an zu mailen.

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0 Kommentare

  • Hallo, Hier nochwas über Ryanair! Wir mussten unsere Flug Stornieren auch rechtzeitig ( mind 1 Monate vor Abflug) Da es ja übliche ist nicht benutze Gebuhren z.b Airport taxes usw zuruck zubekommen wen Flug storniert ist.
    jeden falls wollten wir per email alles erledigen aber auf den Website gibt es nicht nur sau teuren telefhone Nummer wo man warten muss!!
    Da sind wir zum Flughafen Ticket Schalter gefahren weil es günstige war! dann worden uns erzählt das wir Schriftlich in Dublin ein refund beantragen muss naturlich in Englisch! was machen Älter menschen und warum kann man nicht im Eigene Sprache wenn es hier um ein European Airline handelt??
    ps es ist nicht klar das wir überhaupt etwas zuruck kreigen als angebliche nehmen die auch Gebuhren und wenn es Teure als was man zuruck bekommt den Tough luck obwohl wir haben unser flugpreis und ausstellung gebuhren bereits bezahlt haben.

  • Also zu so einem Mist kann ich ja nur lachen! Jeder der sich in der Fliegerei etwqs auskennt der weiß, dass so eine Regelung und die Durchführung überhaupt nichts mit Ryanair selbst zu tun hat. Die Abfertigung wird allein vom Flughafen durchgeführt und die jeweilige Fluggesellschaft hat damit nichts zu tun.

    Außerdem rate ich einfach, mit Lufthansa für den 10fachen Preis zu fliegen und dabei müssen sie dann auch mind. 1 Stunde vor dem Abflug da sein. Dann haben sie eine größere Sicherheitsmarge …

  • Ich habe von Ryanair erst einmal die Nase gestrichen voll. Und nicht nur ich, mindestens 20-30 andere Leute auch! Warum, möchte ich kurz erzählen: Wir haben mit ein paar Freunden einen London -Trip unternommen. Es war ein toller Tag, nur mit dem Rückflug hat es leider nicht so geklappt. Um 19.25 Uhr sollte unser Flieger Richtung Heimat starten. Da man in London noch 10 Minuten früher zum Einchecken da sein muss als in Deutschland, hätten wir also spätestens um 18.45 dort sein müssen.

    Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände (2 mal ist die U-Bahn genau vor unserer Nase weggefahren, und leider auch der Zug, der zum Flughafen fuhr) sind wir etwa 2 Minuten zu spät zum Einchecken gekommen. Wir sind von London mit dem Zug um 18.00 Uhr zum Flughafen gefahren, und um 18.43 dort angekommen.
    Um 18.47 standen wir vor dem Ryanair -Schalter – mit einem Dutzend anderer Leute. Diese Leute sagten uns, das vor genau 2 Minuten der Schalter geschlossen hatte. Eine Dame erzählte, das man sie von einem Schalter zum anderen geschickt hatte und dadurch genau 1 Minute zu spät am Abfertigungsschalter angekommen war. Dort sagte man Ihr dann frech ins Gesicht: Wir fertigen sie nicht mehr ab!
    Es ist keine Frage, das wir selber Schuld waren, das es 2 Minuten zu spät wurde. Aber mit uns waren es etwas 20 andere Personen, die auch wie wir etwa 1 – 5 Minuten zu spät gekommen waren. Wir alle waren ohne Gepäck.