Sozialministerium hat Investive Maßnahmen bisher mit 26 Mio. Euro gefördert

Seit dem Jahr 2003 gab es spezielle Förderungen des Sozialministeriums für Unternehmen, die Barrierefreiheit schaffen wollten. BIZEPS recherchierte die bisherigen Summen. Ein Kommentar.

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Ab 1. September 2003 gab es die Möglichkeit, „Förderungen von Investiven Maßnahmen“ vom Bundessozialamt (heute: Sozialministeriumsservice) zu erhalten.

Ziel der Förderungen von investiven Maßnahmen ist es, „für Unternehmen und gemeinnützige Einrichtungen einen Anreiz zu schaffen, bestehende Barrieren abzubauen.“

Seit damals besteht die Möglichkeit, Teile der Kosten als Förderungen refundiert zu bekommen. BIZEPS recherchierte, welche Beträge im Rahmen dieser Förderschiene vom Sozialministerium ausgegeben wurden. Hier die Ergebnisse.

Förderung von 1.613 Unternehmen

Von 2003 bis inkl. 2013 förderte das Sozialministeriumservice 1.613 Unternehmen mit in Summe 26,27 Millionen Euro. Dies entspricht im Durchschnitt pro Umbau mehr als 16.000 Euro an ausbezahlter Förderung. (siehe detaillierte BIZEPS-Statistik)

Viele Unternehmen nutzten die Möglichkeit, die gesetzlichen Vorgaben des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes mit Hilfe von öffentlichen Geldern umzusetzen. Je näher nun die 10jährigen Übergangsfristen des Gesetzes ihrem Ende rücken, umso strenger werden die Förderungskriterien.

Wenn nun die Wirtschaftskammer noch längere Übergangsfristen fordert, sei diesem Wunsch entgegnet: Kann es sein, dass die Wirtschaftskammer ihre Mitglieder einfach nicht motivieren konnte, sich an geltende Gesetze und 10jährige Übergangsfristen (bis Ende 2015) zu halten? Ist das der Grund, warum man nun einfach diese Übergangsfristen verlängern will?

Wer umbauen wollte, hatte viele Jahre Zeit dafür und auch jede Menge Möglichkeiten gehabt, dies sogar gefördert zu bekommen. Sogar jetzt kann man noch einen Antrag stellen.

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0 Kommentare

  • @Pruckner: Zu den von ihnen erwähnten Budget des Bundessozialamtes Kärnten muss ich eine Korrektur machen. Was sich schreiben ist falsch. Das Bundessozialamt Kärnten hat natürlich deutlich mehr als die von ihnen erwähnten 64.000 Euro zur Verfügung gehabt.

    Ich habe jetzt nicht die Zahlen für den gesamten im Artikel erwähnten Zeitraum (2003-2013) zur Verfügung. Aber eine Zahl habe ich verfügbar. Es ist nur eines der 11 erwähnten Jahre und es ist das Jahr 2008. Da hat die Landesteile Kärnten für Investive Maßnahmen 520.000 Euro ausgegeben. Hier online: http://bit.ly/1m0HUqm

  • ich habe dzt.2 Schlichtungen laufen, gegen ein Ärztehaus in Völkermarkt sowie den WK-Bez.Obmann von Klagenfurt (Juwelier), der mit Mediengetöse bereits vor der Schlichtung an die Öffentlichkeit gegangen ist und eine Fristverlängerung für barrierefrei Massnahmen für den Handel verlangt. ORF Kärnten heute, 29.7. und 12.8. sowie Kl.Ztg, Krone und Woche.
    Wir (MmB-Kärnten) werden kommende Woche antworten. Die Medien-Info erhalten sie über den ÖZIV-Kärnten.
    Die WK würde wahrscheinlich bei jedem PISA-Test durchfallen, weil sie den Gesetzestext nicht sinnerfassend lesen können.
    Zu den Förderungen: für ganz Kärnten standen dem Bundessozialamt € 64.000.– für Barrierefreiheitsmaßnahmen zur Verfügung. Die Umbenennung in Sozialservice hat sicher ein Vielfaches gekostet. Blindenleitsysteme in Haftanstalten wie in eisenstadt oder in Korneuburg entsprechen dem Geist unseres Sozialministers sowie seinem Märchenbuch für Demente, dem NAP