vida unterstützt Forderungen der Bundesbehindertenanwaltschaft

Gewerkschaft: Politik für Menschen mit Behinderung ist auch ArbeitnehmerInnenpolitik - Mehr Kraftanstrengungen gegen Arbeitslosigkeit

Behindertenrat-Präsident Herbert Pichler und Behindertenanwalt Hansjörg Hofer bei der Präsentation der gemeinsamen Forderungen
Österreichischer Behindertenrat / Michael Janousek

Die Bundesregierung und Sozialminister Stöger haben seit Jahren – alleine durch den Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung (NAP) – vieles für die 1,3 Millionen Menschen mit Behinderung in Österreich und zur Hebung ihrer Lebensqualität umgesetzt, so Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft vida, zur heute von der Behindertenanwaltschaft und vom Österreichischen Behindertenrat präsentierten Papier für die Behindertenpolitik von 2017 bis 2022.

„Dennoch sehe ich hier noch eine Menge Luft nach oben“, so Hebenstreit. „Alleine wenn ich mir die Zahlen über die Arbeitslosigkeit von KollegInnen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung ansehe, so nimmt deren Zahl nicht ab, sondern zu. Da müssen noch mehr Kraftanstrengung auch seitens der Wirtschaft unternommen werden. Arbeit ist schließlich ein Grundrecht jedes Menschen“, fordert der vida-Vorsitzende.

Elisabeth Vondrasek, Bundesfrauenvorsitzende der vida, ergänzt: „Menschen mit Behinderung bzw. einer Erkrankung haben wie alle anderen Menschen auch das Recht, am Arbeitsleben teilzuhaben und für diese Arbeit angemessen entlohnt zu werden. Denn gerade durch Arbeit erwirbt man sich Anerkennung und Selbstbewusstsein. Und wir müssen uns auch verstärkt des Themas Frauen und Behinderung annehmen.“

Ein selbstbestimmtes Leben zu führen, müsse ein selbstverständlicher Bestandteil einer Gesellschaft sein. Durch Arbeit könne man sich verwirklichen und persönlich gesteckte Ziele erreichen. „Es ist eine Schande, wenn die Wirtschaft zu wenige Menschen mit Behinderung beschäftig“, stellt Hebenstreit fest. 

Arbeit sei auch die Grundlage für die Erreichung eines gewissen Lebensstandards. Eine Behinderung dürfe kein Grund dafür sein, Menschen die Durchsetzung dieses Grundrechts zu verwehren, fordert die vida.

„Die konsequente Umsetzung der UN–Behindertenkonvention durch die gesamte Gesellschaft, mithin also die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am alltäglichen Leben, ist unumkehrbar. Das durchzusetzen, ist unser aller Aufgabe“, betont Vondrasek. 

Die heute von der Bundesbehindertenanwaltschaft und vom Österreichischen Behindertenrat gestellten Forderungen an eine neue Bundesregierung seien nicht nur legitim, sondern müssen gleichzeitig Arbeitsauftrag für die gesamte Gesellschaft und auch der Gewerkschaften sein, so die vida-Bundesfrauenvorsitzende.

„Denn alle Menschen können in eine Situation gelangen, in der sie durch einen Freizeit- oder Arbeitsunfall oder eine chronische Erkrankung zu Betroffenen werden. Wir unterstützen daher uneingeschränkt die heute gestellten Forderungen“, so Hebenstreit und Vondrasek abschließend.

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