Wir lassen uns das nicht mehr gefallen!

Martin Ladstätter spricht im Interview mit krone.tv über die mangelnde Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

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Im Jahr 2008 hat Österreich die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert und sich damit verpflichtet, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu schützen.

„In Österreich wird schnell einmal etwas zu einem Gesetz gemacht und nicht umgesetzt“, zeigt sich Martin Ladstätter, Präsidiumsmitglied des Österreichischen Behindertenrats, enttäuscht.

Denn auch 14 Jahre nach Unterzeichnung der Konvention haben Menschen mit Behinderung nicht die gleichen Rechte wie Menschen ohne Behinderung.

Der Geduldsfaden ist jetzt endgültig gerissen. „Wir werden uns das nicht mehr gefallen lassen“, zeigt sich Martin Ladstätter im Talk mit krone.tv-Moderatorin Conny Winiwarter kampfbereit.

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3 Kommentare

  • Jeder hat das Recht in eine andere Schule zugehen.
    Mehr Hürdenfreiheit(Barrierefreiheit) für Menschen mit Behinderung, es soll keiner mehr diskriminiert werden.
    Es muss endlich mehr geschehen.
    Die Gesellschaft muss sich mehr trauen Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt zu bringen. Den Menschen mit Behinderungen viel mehr zutrauen und viele Möglichkeiten geben. Sie müssen mehr in den Vordergrund. Ich wünsche mir mehr Inklusion, mehr faire Behandlung, mehr Selbstbestimmung.

  • Sorry, aber seid ihr so naiv oder stellt ihr euch so naiv?
    Eine Konvention ist ein schöner Papierhefter mit Unterschriften drauf, aber nix woran sich irgend ein Politiker gebunden fühlt.
    Jeder gelernte Österreicher weiß doch, das die Politik sich nur für dinge interessiert deren Nichteinhaltung Konsequenzen hat. Und das ist bei der Konvention nicht der Fall!
    Man kann mit vielen Dingen die einleuchten argumentieren. Etwa das von Barrierefreiheit ALLE profitieren.
    Aber mir reißt langsam der Geduldsfaden, weil die Behindertenorganisationen mich ständig mit diesem mit Unterschriften geschmückten Papierflieger nerven, den die Politik dann hervor holt, wenn sie sich damit verkaufen kann!
    Wäre dafür in vorerst zu den anderen Papierdrachen in den Winkel zu legen und sich auf den European Disability Act zu konzentrieren, der mit Juni 2025 kommen soll. Der könnte eventuell wirklich dazu führen, das es Konsequenzen gibt, wenn man ihn ignoriert.

    • Ich kann Sie gut verstehen! Mir wäre auch ein schlagfertiges Bundes-Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz lieber als die Absichtserklärung in der UN-BRK.
      Und wie kontraproduktiv hat sich damals die Österr. Arbeitsgemeinschaft für Rehabilititation (heute ÖBR – Österr. Behindertenrat) verhalten, als Aktivist*innen für mehr Inhalte und vor allem Sanktionen eingestanden sind? Dank dessen haben wir nun unser nach wie vor zahnloses Gesetz.
      Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an einem Vorfall bei einer Veranstaltung, wo Flugblätter von uns panisch eingesammelt und vernichtet wurden anstatt hinter unseren mehr als berechtigten Forderungen zu stehen als sogenannte „Behindertenvertreter*innen für ganz Österreich“. Das hat mir ehrlich gesagt die Augen geöffnet. Auch wenn sich beim ÖBR langsam auch sowas wie Lobbyismus einstellt, meine Vertretung sind sie nicht.
      Schau ma mal, ob auf EU-Ebene etwas Gescheiteres und Durchschlagenderes heraus kommt. Sicher bin ich mir nicht.